Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Mit der "Elblachs-Räucherei" soll der Alberthafen touristisch erschlossen werden

Mit der "Elblachs-Räucherei" soll der Alberthafen touristisch erschlossen werden

Echte Fischköppe gibt es in Dresden nur unter Zugewanderten. Rauchmatjes, Bückling und Sprotten spielten auf den Speisekarten des Freistaates bisher eine eher untergeordnete Rolle.

Voriger Artikel
Mexiko-Restaurant Espitas in der Äußeren Neustadt schließt nach zehn Jahren
Nächster Artikel
DRK in Dresden öffnet Kita mit einzigartigen Konzept - Richtfest in der Johannstadt nächste Woche

Die Forellen, die Rico Pelz in der Hand hält, sind noch nicht in der "Elblachs-Räucherei" veredelt worden. Ab kommenden Jahr allerdings kann in der Manufaktur sogar durch eine Glasscheibe beobachtet werden, wie die Fische in den Rauch gehängt werden.

Quelle: Ralf U.Heinrich

Rico Pelz, Geschäftsführer und Inhaber des Restaurants Fischhaus am Alberthafen, möchte das ändern. In der direkten Nachbarschaft der Lokalität entsteht in diesen Tagen ein weiteres Gebäude. Hier soll die "Elblachs-Räucherei" ab Anfang kommenden Jahres die Dresdner, aber auch Touristen, mit kulinarischen Genüssen aus Süß- und Salzwasser verwöhnen. Gestern wurde dem Neubau die Richtkrone aufgesetzt.

Der Fisch, der überwiegend aus Bremerhafen stammen wird, soll nicht in Massen, sondern innerhalb einer manufakturartigen Fertigung verarbeitet werden. Die Besucher der Räucherei werden sich bereits vor Ort von der Qualität der Produktion überzeugen können, denn ein Teil der Arbeitsplätze wird hinter Glas eingerichtet. "Gläserne Räucherei" nennt Pelz dieses Konzept in Anlehnung an die berühmte Dresdner VW-Manufaktur.

"Der Fisch wird hier direkt von unserem Kooperationspartner 'Hein Mück' angeliefert. Wir kümmern uns um die Veredelung und vermarkten unsere Produkte vor Ort", erklärt Pelz sein Konzept. Künftig sollen am Alberthafen jährlich rund 120 Tonnen Fisch aus Seen und Meer verarbeitet werden. Der Elbelachs, der in den vergangenen Jahrzehnten durch ein finanziell aufwendiges Aussetzprogramm wieder heimisch geworden ist, wird in der "Elblachs-Räucherei" jedoch nicht in den Rauch gehangen. "Es handelt sich nur um einen Arbeitstitel. Darüber hinaus könnte der Lachsbestand in der Elbe unseren Bedarf bei weitem nicht decken", stellt Pelz klar.

Die Ansiedlung der Räucherei passt gut in das Konzept für die weitere Entwicklung des Alberthafens. Heiko Loroff, Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH, kündigte zum Richtfest an, dass der Hafenabschnitt zwischen dem Neubau sowie dem benachbarten Restaurant als "historischer Alberthafen" für Besucher freigeben wird. Der Hafen solle sich künftig nicht nur als Arbeitsstätte, sondern auch als touristischer Anziehungspunkt etablieren. "Hierfür fordern wir eine Anbindung an den Elberadweg", wandte sich Loroff an Dresdens Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Geht alles gut, ist der Neubau für 2,5 Millionen Euro Ende dieses Jahres fertig gestellt. Dann könnte die Produktion im kommenden Jahr aufgenommen werden. Investor Pelz hat aber bereits am eigenen Leib erfahren müssen, dass ihm äußere Umstände im Zweifel auch mal einen Strich durch die Rechnung machen. "Das Juni-Hochwasser im vergangenen Jahr hat die komplette Bodenplatte des Gebäudes zerstört. Sämtliche Rohre, die bereits verlegt waren, mussten wieder ausgetauscht werden. 150 000 Euro zuzüglich der Kosten für die Verzögerung hat uns die Flut gekostet", erinnert sich Pelz. Das Wasser jedenfalls kann dem Unternehmer nun kaum noch etwas anhaben: "Wir haben im zweiten Anlauf für einen Pegelstand von zehn Metern gebaut - das sollte wohl reichen".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2014

Hauke Heuer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
21.07.2017 - 10:25 Uhr

Zur Generalprobe gegen Wolfsburg können die Schwarz-Gelbven wohl erneut nicht in Bestbesetzung antreten .

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.