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Mit den Container-Kitas lindert sich nun der Dresdner Krippenmangel, wenn auch mit Verspätung

Mit den Container-Kitas lindert sich nun der Dresdner Krippenmangel, wenn auch mit Verspätung

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) hat sein Versprechen erneuert, dass Dresden ab 1. August den Rechtsanspruch auf Krippenplätze für ein- bis dreijährige Kinder erfüllen werde.

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Sozialbürgermeister Martin Seidel begutachtete gestern vor der neuen Kita an der Weidentalstraße in Cotta die Spielgeräte im Garten. Mit insgesamt 15 Fertigbauhäusern wie diesem will er den Krippenengpass in der Stadt mindern.

Quelle: Christian Juppe

Allein in diesem Jahr habe die Stadt bereits 920 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen, weitere 1888 folgen bis zum Jahresende.

Zugleich warnte der Bürgermeister allerdings: "Nicht jeder Kita-Platz wird vor der Wohnungstür der Eltern entstehen." Denn der Kita-Eigenbetrieb habe zum Beispiel zunehmend Probleme, geeignete Baugrundstücke in Pieschen und anderen Vierteln zu finden, in denen die Krippen-Lücke besonders groß ist. Daher werden einige Kindergärten und Krippen weiter am Stadtrand entstehen. Fahrtwege von 30 bis 45 Minuten hält Seidel jedoch für die Eltern für zumutbar.

Unterm Strich dürften sich gerade jetzt für viele Mütter und Väter die Krippennöte lindern, denn fast die Hälfte der im vergangenen Jahr angekündigten und begonnenen 15 "Container-Kitas" sind inzwischen ans Netz gegangen. Sieben weitere folgen bis Juli. So weihten Seidel und Eigenbetriebs-Chefin Sabine Bibas gestern offiziell die "Mobile Raumeinheit" an der Weidentalstraße 6 für 128 Kinder ein - vor genau 278 Tagen hatte der Bürgermeister hier persönlich zum Hebel gegriffen und die erste Baggerschaufel Erde ausgehoben.

Und was jetzt dort steht, wirkt nicht wirklich wie ein schnöder Container, sondern auf den ersten Blick wie eine "richtige" steinerne Kita. Nur dass diese eben in Holz-Fertigbauweise errichtet und von der Stadt vorerst nur für zehn Jahre von einer Spezialfirma angemietet wurde. Kleiner Tipp: Die neuen Krippenplätze an der Weidentalstraße sind zwar alle schon vergeben, aber es sind noch Kindergarten-Plätze zu haben.

Derweil ist es im Kita-Container-Programm zu spürbaren Verzögerungen gekommen, obwohl gerade diese Fertig-Kindergärten für besonders rasche Abhilfe für den Dresdner Kita-Platzmangel sorgen sollten. Vor allem dem langen und teils harten Winter sei es geschuldet, dass sich viele Übergaben um ein bis drei Monate verschoben haben, erklärte Bibas. Besonders drastisch ist der Verzug an der Konkordienstraße: Statt in diesem Sommer wird die dort geplante Container-Kita wohl erst im Mai 2014 fertig.

Dennoch wird Seidel nicht müde zu betonen: "Wir haben einen enormen Kraftakt geschafft." Denn soviel neue Kitas und Plätze wie 2013 habe die Stadt seit Jahren nicht gebaut, in Summe werden es bis zu 2800 Zusatzplätze sein, wenn man auch die klassischen Kita-Neubauten und Erweiterungen einrechne.

Rund 4000 weitere Plätze sind laut derzeitiger Planung noch mal bis Mitte 2016 fällig. Wie hoch der Bedarf danach ist, ist noch schwer zu kalkulieren. Er wird davon abhängen, wie viele Babies die Dresdner künftig in die Welt setzen, wie hoch der Zuzug von außerhalb ist und ob die Betreuungsmodelle "Krippe" und "Tagesmutter" weiter an Popularität in der Dresdner Elternschaft gewinnen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2013

Heiko Weckbrodt

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