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Mit Fakten aufklären: Dresdner wollen ausländerfeindlichen Vorurteilen mit Wissen begegnen

Mit Fakten aufklären: Dresdner wollen ausländerfeindlichen Vorurteilen mit Wissen begegnen

Mit Zahlen und Fakten rechten Vorurteilen begegnen, das ist das Ziel einer Gruppe Dresdner und ihrer neuen Homepage „ daswusstestdunochnicht.de“.

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Wie viele Ausländer leben in Dresden? Die Initiatoren der Seite versuchen, die Zahlen anschaulich in Relation zu setzen.

Quelle: daswusstestdunochnicht.de

Die Politologin Anja Bohländer und der Digital Artist Mike Schäfer haben die Seite aufgebaut, um dem aktuellen Populismus und Pegida zu begegnen.

„Uns erstaunte die rasch wachsende Zahl der Pegida-Anhänger - trotz auffallend extremistischer Parolen. Wir hatten den Eindruck, hier wird ausgesprochen, was vielleicht schon lange in den Köpfen schlummerte“, berichtet Bohländer. „Es erblüht der Populismus in ungeahnten Stilblüten. Auffallend war und ist die erstaunlich große Unkenntnis über grundlegende Begriffe, die aber zugleich Kern der Auseinandersetzungen sind.“ Daher habe man sich entschlossen, Fakten möglichst leichtverständlich und mit Infografiken aufzuarbeiten. „Wir möchten einen Teil dazu beitragen, dass die Diskussion aufgrund solider Fakten und mit Sachverstand erfolgt. Jeder soll sich seine Meinung bilden.“

„Auf unserer Seite gibt es sachlich fundierte Informationen, so dass eine sachlich fundierte Diskussion entstehen kann. Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden. Wir möchten alle ansprechen, die sich damit auseinandersetzen wollen oder einfach nur nachvollziehen möchten, worüber diskutiert wird“, so Bohländer weiter. „Wir sind bemüht, unsere Informationen so sachlich und objektiv wie nur möglich nur aufzubereiten. Hierfür nutzen wir die klassische wissenschaftliche Recherche, werten Daten der einschlägigen Ämter für Statistik aus und nutzen wissenschaftliche Expertise.“

So erklärt die Seite beispielsweise, was genau Salafismus ist, bereitet Zahlen zum Anteil der Muslime in Sachsen anschaulich auf und nennt weitere Ansprechpartner für alle, die Nachfragen haben. Das Angebot ist bereits groß, soll aber weiter ausgebaut werden.

Neben Bohländer und Schäfer stehen weitere Helfer hinter der Seite, unter anderem der Verein Bürger.Courage. „Ursprung unserer Arbeit war der Wunsch, sich untereinander mit politisch interessierten Freunden stärker zu vernetzen. Daraus ist überraschender Weise in nur wenigen Tagen eine ambitionierte kleine Gruppe entstanden“, erinnert sich die Politologin. „In einem ersten Treffen am Abend des 26. November haben wir die Idee formuliert, mit Zahlen die vermeintliche Islamisierung Dresdens und Sachsens zu widerlegen. Auch hier war der Anspruch: jeder soll sich seine Meinung selbst bilden, aber auf Grundlage gesicherter Zahlen“, so Anja Bohländer. „Wir wollen auch nicht belehren“, stellt sie klar.

Am vergangenen Montag prangten bereits die recherchierten Zahlen in einer Videopräsentation am Staatsschauspiel und am Stadtmuseum – in der Hoffnung, auch Pegida-Teilnehmer zu erreichen. „Das Phänomen Pegida ist die Manifestation eines latenten Rechtsrucks unserer Gesellschaft. Wir erleben nun, womit andere Staaten in Europa sich schon länger auseinandersetzen müssen. Insofern: Hier braucht es grundlegende politische Aufklärungsarbeit. Wenn wir dazu beitragen können, dass die Leute nicht blindlings mitlaufen, sondern wissen, wovon sie reden, wäre das doch etwas."

sl

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