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Missverständnis: Sempersche Ladengalerie am Neumarkt in Dresden wird doch wiederaufgebaut

Missverständnis: Sempersche Ladengalerie am Neumarkt in Dresden wird doch wiederaufgebaut

"Die Sempersche Ladengalerie wird nach historischem Vorbild wiederaufgebaut!" Nachdrücklich räumte Jürgen Nufer von der USD Immobilien GmbH gestern mit einem Missverständnis auf.

Entstanden war das Ganze aufgrund einer Mitteilung der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) zur geplanten Wiedererrichtung des Quartiers VI am Dresdner Neumarkt. Für 7,1 Millionen Euro hatte die USD den Zuschlag für das Grundstück neben dem Kulturpalast erhalten und möchte dort für 42 Millionen Euro Wohnungen und Geschäfte bauen.

Besagte Mitteilung, in der die GHND verlautbarte, die USD wolle auf die Rekonstruktion der historischen Semperschen Ladengalerie zum Jüdenhof "verzichten", hatte nach Aufgreifen durch die DNN einen Sturm der Entrüstung im gesamten Land ausgelöst. "Wir sind aufs Derbste beschimpft worden", so Nufer. Nachdem zunächst nicht ganz klar war, wo der Stein des Anstoßes eigentlich herkam, steht nun fest: alles nur ein Missverständnis. "Die USD hatte stets angegeben, breitere Schaufenster zu wollen, deshalb war für mich klar, dass man das Original nicht umsetzen möchte" so GHND-Vorstand Torsten Kulke auf DNN-Anfrage. "Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe", stellt derweil Jürgen Nufer klar. "Die breiteren Fensterfronten planen wir für die Geschäftspassage am Neumarkt, nicht für die Sempersche Galerie, die ohnehin sehr breite Glasfronten hat." Die vorderen Schaufenster hingegen müssten den Bedürfnissen der modernen Zeit angepasst werden: "Die Leute wollen ja was sehen, wenn sie bummeln gehen." Man habe dies zur Kenntnis genommen, äußerte Kulke gestern. "Die USD hat uns in einem Schreiben versichert, die Semper-Galerie originalgetreu wiederherstellen zu wollen, davon gehe ich jetzt auch aus".

Die historischen Gebäude des Quartiers VI, darunter das Dinglingerhaus sowie besagte Ladengalerie des früheren sächsischen Hofjuweliers Moritz Elimeyer nach einem Entwurf Gottfried Sempers, waren im Bombenangriff am 13./14. Februar 1945 zerstört worden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.03.2013

Jane Jannke

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