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Ministerium lenkt ein: Die Neue Mensa an der TU Dresden wird doch nicht abgerissen

Ministerium lenkt ein: Die Neue Mensa an der TU Dresden wird doch nicht abgerissen

Im Streit um die Zukunft der denkmalgeschützten Neuen Mensa an der Bergstraße lenkt das sächsische Finanzministerium überraschend ein.

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Der Abriss der Neuen Mensa an der Bergstraße ist offenbar keine Option mehr.

Quelle: Dietrich Flechtner

So zumindest lässt sich ein Brief interpretieren, den Staatssekretär Hansjörg König an die CDU-Landtagsabgeordnete Aline Fiedler geschrieben hat. Der Abriss der Neuen Mensa wird demnach ministeriumsintern nicht mehr ernsthaft diskutiert. „Der Freistaat ist durch das Haushaltsgesetz verpflichtet, eine gesamtwirtschaftlich tragfähige Lösung zu realisieren“, erklärt König in seinem Brief, der den DNN vorliegt.

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Sobald die Mensa an der Nürnberger Straße zur Versorgung der Studierenden und Hochschulmitarbeiter funktionsfähig ist, wird die obere Etage der Neuen Mensa geschlossen.

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„So waren innerhalb des Abwägungsprozesses Aspekte des Denkmalschutzes zu beachten und gegenüber anderen Argumenten abzuwägen. Deshalb ist auch ein Neubau diskutiert worden. Aufgrund der Denkmalschutzeigenschaft des Gebäudes wurde nochmals geprüft, inwieweit eine Sanierung zu einer wirtschaftlich vertretbaren Lösung führen kann. Es zeichnet sich ab, dass diese Untersuchung erfolgreich abschließt“, betont der Finanzstaatssekretär.

Im Klartext meint dies nichts anderes, als dass die Neue Mensa als Architekturdenkmal erhalten bleibt. Denn die schon durchgeplante Sanierung des über der Bergstraße thronenden Gebäudes ist verglichen mit einem Neubau offenbar doch kein utopisches Unterfangen. Noch Ende Januar hatte Ministeriumssprecher Stephan Gößl gegenüber den DNN erklärt, „eine Sanierung würde einen erheblichen Aufwand bedeuten, ohne dass es einen funktionalen Zugewinn gebe“.

Nachdem die Abrisspläne des sächsischen Finanzministeriums publik geworden waren, sah sich der Freistaat starkem Gegenwind ausgesetzt. Nicht nur Dresdens Denkmalschützer, das Studentenwerk und Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) protestierten, sondern auch namhafte Professoren, die sich in Offenen Briefen direkt an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wandten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Tillich seinen Finanzminister Georg Unland (CDU) angesichts des öffentlichen Drucks zurückgepfiffen hat. Laut Staatssekretär König soll im Zuge der Verhandlungen über den neuen Doppelhaushalt eine Entscheidung zur Finanzierung getroffen werden.

Christoph Stephan

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