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Ministerium: Helmholtz-Institute betreiben keine Endlagersuche

Ministerium: Helmholtz-Institute betreiben keine Endlagersuche

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ist laut Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer gegenwärtig nicht an der Suche nach einem potentiellen Endlagerstandort für atomaren Abfall beteiligt.

Das stellte die parteilose Ressortchef jetzt in einer Antwort auf die Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Annekathrin Giegengack klar.

Hintergrund der Anfrage sind nach den Angaben der Abgeordneten Spekulationen um Erkundungsflüge in der Region Geyerscher Wald im Erzgebirge, die vom Institut für Ressourcentechnologie des Helmholtz-Zentrums durchgeführt werden. Dabei gebe es eine enge Kooperation mit dem Institut für Ressourcenökologie des HZDR, das sich schwerpunktmäßig mit den Themen Reaktorsicherheit und Endlagerforschung befasst. Im April hatte es Flüge mit einem Hubschrauber und einer Flugsonde über dem Waldgebiet gegeben. Ziel dieser Erkundungen soll die Rohstoffsuche sein. Im Internet waren Gerüchte aufgekommen, die Flüge könnten mit der Erkundung geeigneter Endlagerstandorte für Atommüll im Erzgebirgskreis im Zusammenhang stehen, erklärte Giegengack in der Anfrage.

Schorlemer: Ausschließlich Suche nach Rohstoffen im Erzgebirge

Laut Ministerium befasst sich das Rossendorfer Institut zwar seit Jahrzehnten mit grundlegenden Fragen, die die Sicherheit von nuklearen Endlagern im tiefen geologischen Untergrund betreffen. Dabei geht es ihrer Darstellung nach aber um das Verständnis ablaufender Prozesse, nicht um Standortfragen. Die Erkenntnisse aus dem Erzgebirge sollen am Ende der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Beim Forschungsprojekt im Erzgebirge ist laut Ministerium das Institut für Ressourcenökologie des HZDR nicht beteiligt. Dieses Vorhaben werde vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie gemeinsam mit anderen Partnern (Bergakademie Freiberg, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) durchgeführt. Dieses Institut wiederum gehört aber zum HZDR. Dabei gehe es ausschließlich um die Suche nach Rohstoffen (Indium, Zinn, Wolfram und Zink). "Die gewonnenen geophysikalischen Daten haben keinerlei Relevanz für die Endlagerforschung und sind für die Erkundung eines Endlagerstandortes nicht einsetzbar, da sie nicht die technischen Informationen liefern, die für die Suche eines Endlagerstandortes benötigt werden", stellte Schorlemer fest. Und auch das Rossendorfer HZDR sei gegenwärtig eben nicht an einer Standortsuche beteiligt.

In Deutschland ist noch immer die Frage offen, wo die atomaren Abfälle der Kernkraftwerke endgelagert werden sollen. Gelegentlich wird dabei in der Diskussion auch Sachsen als Standort ins Gespräch gebracht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.05.2014

Ingolf Pleil

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