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Mini-Globus statt Riesenmarkt

Allianz für Dresden schlägt vor Mini-Globus statt Riesenmarkt

Das Handelsunternehmen Globus will auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs einen Einkaufsmarkt mit 8800 Quadratmetern errichten. Die Allianz für Dresden, die das Vorhaben verhindern will, hat sich jetzt erstmals für einen Globus-Markt ausgesprochen. Aber wesentlich kleiner als geplant.

Diese Vision hat Globus vom Alten Leipziger Bahnhof.

Quelle: Archiv

Dresden. Die gegen den Globus-Einkaufsmarkt gerichtete Initiative „Allianz für Dresden“ hat sich jetzt erstmals für einen Globus-Markt in der Leipziger Vorstadt ausgesprochen. „Ein kleiner Globus à la Saarbrücken wäre im Alten Leipziger Bahnhof denkbar“, erklärte Jens Heinrich Zander von dem Bündnis. Zander spielt auf den „fridel-Markt“ der Handelskette in einem Wohnviertel von Saarbrücken mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern an. In der Leipziger Vorstadt plant das Unternehmen dagegen einen Markt mit 8800 Quadratmetern Verkaufsfläche. „Das wäre eine völlig überdimensionierte Einkaufsmeile“, findet Zander.

Architekt Zander weiß sich da mit Baubürgermeister Raoul Schmidt Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) einer Meinung, der einen „riesigen Gemischtwarenladen“ auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs nicht für zeitgemäß hält (DNN berichteten). Am Montag ab 17 Uhr stellen Schmidt-Lamontain und seine Bürgermeisterkollegin vom Ressort Umwelt und Parteifreundin Eva Jähnigen auf einer Bürgerversammlung im Ballsaal des Brauhauses Watzke an der Leipziger Straße die Neufassung des Masterplans für die Leipziger Vorstadt vor. „Uns irritiert die B-Variante des Planes, in der sich das Globus-Projekt unverändert wiederfindet“, sagte Zander. Hatte doch der Stadtrat im April 2015 mit einem Masterplan den Stadtplanern vorgegeben: Großflächiger Einzelhandel über 800 Quadratmeter wird ausgeschlossen.

Die Bürger sollten die Versammlung als Forum nutzen, ihre Position zu dem Globus-Projekt zu bekunden. „Wir sind für eine kreative Nutzung des Alten Leipziger Bahnhofs“, erklärte Zander. „Eine Mischung aus kleinen Geschäften, privaten Kultureinrichtungen, Künstlerateliers, Büros und Wohnungen würde das Gelände in ein lebendiges Areal verwandeln.“ Auch eine kleine Gedenkstätte zu den Deportationszügen der Nazizeit, die vom Alten Leipziger Bahnhof abfuhren, ließe sich dann viel besser integrieren, erklärte der Architekt. Alle Dresdner, denen der innenstadtnahe Stadtteil am Herzen liege, sollten am Montag zur Bürgerversammlung kommen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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