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Mindestlohn: Ost-Firmen planen Preiserhöhungen und Personalabbau

Mindestlohn: Ost-Firmen planen Preiserhöhungen und Personalabbau

Die Unternehmen in Ost- und Westdeutschland reagieren unterschiedlich auf die Einführung des Mindestlohnes. Das ist das Fazit aus einer Befragung des Dresdner Ifo-Instituts.

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Mindestlohn (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Die ostdeutschen Firmen seien stärker betroffen und richteten sich entsprechend darauf ein, teilte das Institut am Montag mit. Knapp 40 Prozent der betroffenen Ost-Firmen würden ihre Preise erhöhen, fast 27 Prozent einen Personalabbau in Erwägung ziehen.

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Für Branchen, die einen langsameren Anstieg der Lohnuntergrenze tariflich vereinbart haben, gilt der Mindestlohn erst ab 2017. Foto: Arno Burgi/Symbol

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Im Westen sind es den Angaben zufolge nur 21 Prozent beziehungsweise 20 Prozent. „Der flächendeckende Mindestlohn bringt erhebliche Einschnitte insbesondere für kleine und mittlere Betriebe der ostdeutschen Wirtschaft mit sich“, erklärte Joachim Ragnitz, stellvertretender Geschäftsführer der Dresdner Ifo-Niederlassung. „Diese Einschnitte treffen nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern dürften auch die konjunkturelle Entwicklung der ostdeutschen Bundesländer bremsen.“

Das Ifo hatte im November bei seiner monatlichen Konjunkturbefragung auch das Thema Mindestlohn angesprochen, wobei die befragten Unternehmen ihre Betroffenheit formulieren sollten. Knapp 600 Firmen äußerten sich. Sofern sich eine Firma als betroffen einstufte, wurde zusätzlich nach geplanten Maßnahmen gefragt. „Insgesamt zeigt sich eine prozentual stärkere Betroffenheit ostdeutscher Firmen (43 Prozent) im Vergleich zu ihren westdeutschen Pendants (24 Prozent) - nicht verwunderlich, da das allgemeine Lohnniveau in Ostdeutschland niedriger liegt und deswegen ein einheitlicher Mindestlohn eine größere Zahl an Beschäftigten betrifft“, teilte Ifo mit. Der prozentuale Anteil der Firmen, die keine Maßnahmen planen, ist ist mit 32 Prozent im Osten deutlich geringer als derjenige im Westen (46 Prozent). 30 Prozent der Ost-Firmen wollen Sonderzahlungen kürzen (West: 21 Prozent).

dpa

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