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Mindestlohn: DNN-Barometer zeigt deutliche Mehrheit für Lohnuntergrenze in Dresden

Mindestlohn: DNN-Barometer zeigt deutliche Mehrheit für Lohnuntergrenze in Dresden

Ist es ein Meilenstein oder eine Mogelpackung? Der Mindestlohn hat die letzten Bundestagswahlen bestimmt. Vor allem die SPD hatte für eine einheitliche, flächendeckende und gesetzliche Lohnuntergrenze gekämpft.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Nach der Wahl ging die Schwarz-Rote Koalition in Berlin als eines der ersten Themen an. Anfang 2015 soll nun der Mindestlohn von 8,50 Euro grundsätzlich eingeführt werden.

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Für Branchen, die einen langsameren Anstieg der Lohnuntergrenze tariflich vereinbart haben, gilt der Mindestlohn erst ab 2017. Foto: Arno Burgi/Symbol

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Die Dresdner begrüßen das mit großer Mehrheit. 93 Prozent der Bürger haben schon einmal etwas vom Mindestlohn gehört, 69 Prozent können auch die richtige Höhe nennen. Bei der Befragung für das DNN-Barometer im Oktober erklärten 74 Prozent der Einwohner der Landeshauptstadt, die schon einmal etwas von der Sache gehört haben, dass sie sich über die Einführung des Mindestlohns freuen – und das unabhängig davon, ob sie selbst profitieren oder nicht. Nur jeder zehnte Befragte lehnt die Lohnuntergrenze eindeutig ab, 16 Prozent ist sie egal. Die Zustimmung liegt damit leicht unter dem bundesweiten Wert von mehr als 80 Prozent, die Ablehnung ist etwa gleich groß.

Die Zustimmung ist bei Befragten in Dresden mit mittlerem Einkommen am größten. Drei von vier Einwohnern, die weniger als 1500 Euro in der Tasche haben, sind für den Mindestlohn, bei mehr als 1500 Euro (78 Prozent) und über 3000 Euro (70 Prozent) liegt die Freude darüber ebenfalls deutlich über zwei Dritteln der Befragten. 82 Prozent der Befragten, die vom Mindestlohn wissen und berufstätig sind, erklärten, dass sich an ihrem Einkommen durch die Regelung nichts ändern wird.

Vertreter aus der Wirtschaft und von verschiedenen Wirtschaftsinstituten warnten in der Diskussion immer wieder vor Preiserhöhungen. Taxi-Unternehmer verwiesen teilweise in öffentlichen Debatten darauf, dass sie im Schnitt in einer Stunde gar nicht so viel Geld erwirtschaften können, wie sie an Gehalt ihren Mitarbeitern zahlen sollen. Ähnliche Stimmen gibt es auch aus anderen Branchen. Allgemein wurde vielfach vor Preiserhöhungen gewarnt.

Das ist den Befragten beim DNN-Barometer auch bewusst. Vor allem in den Branchen Friseur und Gastronomie, Taxi, Lebensmittel und Zeitungen rechnen 92 bis 54 Prozent der Dresdner mit Preissteigerungen. Trotzdem bleibt die Zustimmung zum Mindestlohn hoch. 36 Prozent der Befragten ärgern sich über mögliche Preissteigerungen. Mit immerhin 64 Prozent nimmt sie eine große Mehrheit dagegen „gern in Kauf“.

Ingolf Pleil

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