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Millionenverluste setzen sich fort - Dresdner Sportstätten- und Bäderbetrieb macht 2011 erneut ein Minus

Millionenverluste setzen sich fort - Dresdner Sportstätten- und Bäderbetrieb macht 2011 erneut ein Minus

Der Sportstätten- und Bäderbetrieb hat im Jahr 2011 Verluste in Höhe von über 2,1 Millionen Euro eingefahren. Das ergeben die vorläufigen Zahlen des Management-Reports für das 4. Quartal 2011. Allerdings ist das Minus geringer ausgefallen als erwartet.

Eigentlich hatte der Eigenbetrieb ein Defizit von knapp drei Millionen Euro eingeplant. Weil jedoch Eintritte, Mieten, Werbung und Vertragsleistungen erhöhte Umsätze von knapp 800 Millionen Euro brachten, fiel das Minus geringer aus. So erzielte das Elbamare-Bad in Gorbitz einen Umsatz von 46 000 Euro über dem Plansoll, Vereine spülten für die Nutzung von Sportanlagen knapp 50 000 Euro außerplanmäßig in die Kassen. Doch wo Freude ist, bleibt das Leid im Sportstättenbetrieb nicht aus. Der Umsatzsteigerung im Elbamare-Bad stand eine erhöhte Mietzahlung von rund einer Million Euro gegenüber. Für die Beendigung des Rechtsstreits mit dem Bauherren des Georg-Arnhold-Bades zahlte der Eigenbetrieb eine halbe Million Euro.

Der Sportstätten- und Bäderbetrieb schreibt seit Jahren Millionenverluste. Schon die Autoren des Beteiligungs- berichts 2010 sprechen von einem "Dauerverlustbetrieb", für den positive Ergebnisse "mittelfristig nicht erkennbar" sind. Der erhebliche Sanierungsrückstand und der weitere Verschleiß von Sportanlagen und Bädern seien das "höchste wirtschaftliche Risiko des Eigenbetriebes". Im vergangenen Sommer bezifferte Sven Mania, Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes, den gesamten Investitionsbedarf auf über 50 Millionen Euro.

Seit einem Jahr kündigen Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) und Sportchef Mania an, die Übernahme der Bäder durch die Technischen Werke Dresden (TWD) zu prüfen. Mögliche Vorteile: mehr Handlungsspielräume für Investitionen und Querfinanzierung von Verlusten durch die Drewag-Gewinne. Passiert ist aber über ein Jahr lang nichts. In den nächsten Wochen erwartet Mania Ergebnisse eines Gutachtens. Das gibt Auskunft darüber, welche technisch-wirtschaftlichen Verflechtungen es gibt, ob im komplizierten Steuerrecht ein Geldvorteil herausspringt und ob sich die Übernahme der Bäder durch die TWD lohnt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.05.2012

Katrin Tominski

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