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Millionen für Porzellan-Manufaktur Meissen: Sachsen gründet Porzellan-Stiftung

Millionen für Porzellan-Manufaktur Meissen: Sachsen gründet Porzellan-Stiftung

Um nicht endlos neues Steuergeld in die staatseigene Porzellanmanufaktur Meissen pumpen zu müssen, will er das Unternehmen finanziell auf eigene Füße stellen.

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Freistaat gründet Meissen Porzellan-Stiftung (Symbolbild)

Quelle: dpa

Der Freistaat macht ernst. Dazu, so Finanzminister Georg Unland (CDU), ruft das Land eine Stiftung ins Leben. Die Meissen Porzellan-Stiftung GmbH werde „für einen zweistelligen Millionenbetrag" die zu Tausenden vorhandenen Formen und Dekore sowie alle Museumsobjekte, die sich in der mehr als 300-jährigen Geschichte der Manufaktur angesammelt haben, erwerben. Für die Kaufsumme würden die Stücke derzeit bewertet.

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Das Traditionsunternehmen hatte zwar 2012 mit gut 40 Millionen Euro einen steigenden Umsatz gemeldet, aber seitdem auch schon wieder gut 14 Millionen Euro aus der Staatskasse zugeschossen bekommen.

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Mit diesem Eigentumswechsel katapultiert der Freistaat die ewig klamme Manufaktur auf einen Schlag in die schwarzen Zahlen. Das Traditionsunternehmen hatte zwar 2012 mit gut 40 Millionen Euro einen steigenden Umsatz gemeldet, aber seitdem auch schon wieder gut 14 Millionen Euro aus der Staatskasse zugeschossen bekommen. In der neuen Konstellation, so scheint es, will das Land künftig deutlich mehr mitreden. Ad eins: Manufakturchef Christian Kurtzke, der dabei ist, mit „Meissen Couture" einen weltweit agierenden Luxuskonzern zu schmieden, bekommt einen kaufmännischen Geschäftsführer an die Seite. Wer das wird, wisse man schon, erklärte Unland, die Zusage liege bereits vor.

Ad zwei: Ein fünfköpfiger Beirat mit ausgewiesenen Fachleuten wird der Doppelspitze bei strategischen Entscheidungen beratend zur Seite stehen. Er soll sich im ersten Quartal 2015 konstituieren. Ad drei: Die Manufaktur wird künftig jedes Mal, wenn sie alte Formen oder Dekore nutzen will, die Stiftung fragen und eine Art Lizenzgebühr an sie entrichten müssen. Das wird auch eine der Einnahmequellen für die Stiftung sein. Die nämlich soll nicht nur dafür sorgen, dass Manufaktur und Museum am Leben erhalten werden, sondern auch eine Meisterschule betreiben, in der besondere Fähig- und Fertigkeiten vermittelt werden. Da für die alten Formen nur ein begrenzter Interessenkreis existiere, müssten neue gefunden werden, die helfen, neue Märkte zu erschließen. „Dazu braucht man Leute, da muss man experimentieren, ausprobieren ", umreißt der Minister das Ziel.

Das Land habe nun die Weichen gestellt „für das wirtschaftliche Wachstum der Manufaktur mit dem Kerngeschäft Porzellan" und für den Erhalt der Arbeitsplätze, erklärte er.

Beschlossen wurden diese Maßnahmen am vergangenen Freitag. Obwohl der Freistaat alleiniger Gesellschafter ist, bedurfte es zur Rechtskraft einer offiziellen Gesellschaftversammlung. Die Investitionen sollen aus dem Grundstock des Landeshaushalts fließen, sobald das Parlament grünes Licht gegeben hat. „Der Landtag wird da mitgehen", gibt sich Unland zuversichtlich. Die Markenrechte übrigens bleiben bei der Manufaktur. Und somit auch der Auftrag, den schwelenden Streit mit der Stadt Meißen einvernehmlich zu lösen. Die fordert von der Manufaktur, Markenschutzklagen gegen Firmen, die den Namen Meißen nutzen, zurückzuziehen und droht damit, spätestens Anfang Dezember Antrag auf Löschung der Namensrechte beim Patentamt zu stellen. Am Montag will Georg Unland die Belegschaft der Porzellanmanufaktur informieren.

Einen ausführlichen Text lesen Sie in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17. November 2014.

Barbara Stock

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