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Milder Winter: Umsatzeinbruch bei der Drewag

Milder Winter: Umsatzeinbruch bei der Drewag

Der bisher überaus milde Winter droht die Bilanz der Dresdner Stadtwerke (Drewag) nachhaltig zu beeinträchtigen. "Der Absatz an Fernwärme und Erdgas ist um etwa ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen", erklärte gestern Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann auf Anfrage der DNN.

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Die Geschäftsführer der Dresdner Stadtwerke Reiner Zieschank (rechts) und Reinhard Richter konnten gestern über 400 Gäste zum Neujahrsempfang begrüßen. Die gute Laune wurde vom Umsatzeinbruch bei Fernwärme nicht getrübt.

Quelle: Carola Fritzsche

Von Thomas Baumann-Hartwig

Stöhnten die Dresdner im Januar 2011 noch unter der klirrenden Kälte, so können sie sich jetzt an blühenden Krokussen erfreuen. Die Heizung muss nicht voll aufgedreht werden, das hat Auswirkungen: "Liegt der Leistungswert im Kraftwerk Nossener Brücke in dieser Jahreszeit sonst bei 600 Megawatt, so waren es am Montag nur 390 Megawatt", nannte Ostmann Vergleichswerte.

Schlimm sei die gesunkene Nachfrage nach Fernwärme aber nicht, da das Drewag-Kraftwerk nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniere und gleichzeitig Strom und Wärme produziere. "Die Wärme entsteht also immer, im Moment wird eben nur weniger an unsere Kunden abgegeben", so die Pressesprecherin.

Inwieweit der bisher milde Winter das Jahresergebnis für 2012 beeinträchtigen wird, könne noch nicht abgesehen werden. "Unsere Finanzplanungen gehen von langjährigen Durchschnittswerten aus und nicht von Extremen. Außerdem ist der Winter noch gar nicht zu Ende." Schließlich würden die Drewag ihren Kunden neben Fernwärme und Gas auch Strom und Trinkwasser liefern, bei diesen Geschäftsfeldern liege der Absatz in einem völlig normalen Bereich. "Wir spüren den milden Winter schon. Aber es wäre übertrieben, wenn wir von witterungsbedingten wirtschaftlichen Problemen sprechen würden", erklärte Ostmann.

Trotz der derzeitigen Absatzflaute denke im Moment in der Drewag-Chefetage niemand über Preiserhöhungen nach. "Nein, es steht bei uns nicht auf der Tagesordnung, auf diese Weise die Einnahmenseite zu verbessern", versicherte die Unternehmenssprecherin.

Der milde Winter habe für das Unternehmen auch eine positive Seite: "Wir können ohne Unterbrechung bauen. Es gibt keinerlei witterungsbedingten Verzögerungen, sondern die Arbeiten laufen laut Plan ab." Lagen im vergangenen Jahr bis zum Rückzug der arktischen Temperaturen im März viele Baustellen brach, so herrscht bei allen Investitionsvorhaben des Energieversorgers lediglich mit Ausnahme von Weihnachten und dem Jahreswechsel unterbrochenes reges Treiben.

Die Drewag erneuern unter anderem ihre Fernwärmeleitungen auf der Freiberger Straße/Schweriner Straße, Trinkwasserleitungen auf der Oehmestraße, Gasleitungen auf der Altenberger Straße und stellen das Stromnetz auf mehreren Straßenzügen in Bühlau um. "Außerdem erneuern wir eine Vielzahl von Hausanschlüssen", so Ostmann.

Drewag-Geschäftsführer Reiner Zieschank blickte gestern Abend beim Neujahrsempfang des kommunalen Energieversorgers auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Vor mehr als 400 Gästen im Kraftwerk Mitte, darunter der amtierende Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), nannte Zieschank den weiteren Einsatz erneuerbarer Energien als eine der großen Herausforderungen, vor denen die Stadtwerke in diesem Jahr stehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.01.2012

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