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Milder Winter – Dresden spart eine halbe Million Euro

Milder Winter – Dresden spart eine halbe Million Euro

Seit Wochen können wir uns in Dresden über frühlingshaftes Wetter freuen. Einen Winter, der diesen Namen auch verdient, gab es nicht. Für gute Stimmung sorgt das nicht nur bei allen Sonnenanbetern, sondern auch bei der Stadt.

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Rainer Schlewitz im noch gut gefüllten Streusalzlager an der Hansastraße.

Quelle: Dietrich Flechtner

Denn diese konnte beim Winterdienst bares Geld sparen. „Ich kann die Einsparungen nicht genau beziffern, weil es immer noch zu Kälteeinbrüchen kommen könnte, aber 30 Prozent sind möglich“, sagt Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz.

Bei einem Gesamtetat für den Winterdienst von 1,8 Millionen Euro wären das etwa 500 000 Euro. Weil im Winter 2012/2013, der sehr streng war, genau diese Summe zusätzlich benötigt wurde, wird sich an der Höhe des Haushaltspostens nichts ändern. „1,8 Millionen Euro haben sich als guter Mittelwert erwiesen. Bereits seit ungefähr sechs, sieben Jahren steht dieser Betrag für den Winterdienst zur Verfügung“, so Koettnitz.

Warum die finanzielle Winterbilanz in der aktuellen Saison seit Oktober vorigen Jahres sehr positiv ist, wird unter anderem deutlich, wenn man sich einen entscheidenden Indikator ansieht: den Streusalzverbrauch. „Grundsätzlich haben wir 3400 Tonnen Salz in unseren Depots, die in besonders kalten Wintern auf bis zu 10.000 Tonnen aufgestockt werden. Bisher liegt der Verbrauch gerade einmal bei 1000 Tonnen“, sagt Amtsleiter Koettnitz.

In ganz Sachsen sind auf Autobahnen sowie Bundes-, Staats- und Kreisstraßen erst 44.300 Tonnen Salz gegen glatte Straßen ausgestreut worden, teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit. In der gesamten Vorjahressaison seien es hingegen über 195.000 Tonnen gewesen. Entsprechend umfangreich seien deshalb auch die Streusalzvorräte. Bei den Autobahnmeistereien sind die Lager nach Ministeriumsangaben noch zu 80 Prozent gefüllt, bei einer Gesamtkapazität von 17.200 Tonnen.

Dennoch gibt es auch eine Schattenseite des milden Winters. Statt normalerweise 142 Liter hat es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig im Schnitt nur 69 Liter pro Quadratmeter geregnet.

STH/dpa

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