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Mika will bis zu 300 Millionen Euro in Wohnungen in Dresden investieren

Zwischen Flutrinne und Elbepark Mika will bis zu 300 Millionen Euro in Wohnungen in Dresden investieren

In Mickten könnte eines der größten Wohnungsbauprojekte der Stadt entstehen. Der Investor nennt jetzt erstmals Zahlen zum Investitionsvolumen und zeigt Bereitschaft zu Gesprächen über die sozialen Bindungen entstehender Wohnungen.

Zwischen Brockwitzer Straße und An der Elbaue liegt der 1. Bauabschnitt (blau), der bis Ende 2017 fertig sein soll. Später könnten weitere folgen (rot).

Quelle: google/Montage DNN

Dresden. In Mickten könnte eines der größten Wohnungsbauprojekte der Stadt entstehen. Der Investor nennt jetzt erstmals Zahlen zum Investitionsvolumen und zeigt Bereitschaft zu Gesprächen über die sozialen Bindungen entstehender Wohnungen, die von der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit angestrebt werden. Die Mika-Quartier GmbH will in der Perspektive bis zu 900 Wohnungen auf Baufeldern zwischen Flutrinne und Elbepark errichten. In einem 1. Bauabschnitt (Baufeld zwischen Brockwitzer Straße und An der Elbaue) sollen bis Ende 2017 etwa 180 Wohnungen unter anderem für junge Familien entstehen. Geplant sind 15 500 Quadratmeter Wohnfläche in drei sechsgeschossigen Bauteilen. Nördlich der Kaditzer Flutrinne soll das neue Quartier entstehen, das Areal ist bereits voll erschlossen.

Im 2. Bauabschnitt sind neben Geschosswohnungsbauten auch Stadthäuser vorgesehen. Insgesamt will Mika in den nächsten Jahren bis zu 900 Wohnungen auf den drei Baufeldern realisieren. Gegenüber DNN nennt der Investor jetzt erstmals konkretere Zahlen: "Für das ganze Vorhaben rechnen wir mit Investitionen in Höhe von etwa 250 bis 300 Millionen Euro", erklärte ein Firmensprecher auf Anfrage. Im ersten Bauabschnitt liege die Investitionshöhe bei etwa 45 Millionen Euro. Eine Verteilung der Investitionssummen auf einzelne Baufelder sei bei dem aktuellen Planungsstand nicht möglich. "Wir konzentrieren uns bekanntermaßen auf den Beginn des ersten Bauabschnitts im ersten Baufeld", hieß es.

Auf allen drei Baufeldern will Mika Wohnungen und einen gewissen Gewerbeanteil - "vor allem zur Selbstversorgung unseres geplanten Familienviertels" - errichten. Für den ersten Bauabschnitt rechnet das Unternehmen mit einer Bauzeit von mindestens zwei Jahren. Mit der Fertigstellung sei damit Ende 2017/Anfang 2018 zu rechnen. Die Mieten würden sich an den dann marktüblichen Dresdner Mietpreisen orientieren. "Nach unserer Einschätzung und der Meinung von Experten bewegen sich die Dresdner Mieten im Jahr 2017/2018 in einer solchen Wohnlage und bei dieser Qualität bei üblicherweise um die zehn Euro pro Quadratmeter", erklärte der Firmensprecher. Zurzeit befindet sich Mika nach eigenen Angaben mit der Stadt in Gesprächen, "wie wir im Rahmen der Gesamtplanung für die drei Baufelder einen Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten können". Da ein Familienviertel geplant sei, seien Familien mit Kindern sowieso eine wichtige Zielgruppe - "und an ihren Bedarfen werden wir uns orientieren".

15-prozentige Sozialbindung angestrebt

Beim Hochwasserschutz richtet sich Mika auf eine statistisch gesehen alle 100 Jahre auftretende Flut ein - das HQ 100. "Wir streben einen sehr zeitgemäßen Hochwasserschutz an, die technischen Details sind Teil des Bebauungsplan-Verfahrens - dem möchten wir nicht vorgreifen", teilte Investor Mika mit.

Den 1. Bauabschnitt will das Unternehmen Mitte dieses Jahres starten. Die Bauzeit betrage dann etwa 1,5 bis zwei Jahre. "Für alle Baufelder rechnen wir mit einer Bauzeit von etwa sechs bis acht Jahren", heißt es beim Investor.

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit strebt bei Projekten dieser Art eine 15-prozentige Sozialbindung an. "Das ist Verhandlungssache, weil wir nicht wie München viel Geld dazu geben können", erklärt Thomas Löser, Baupolitiker der grünen Stadtratsfraktion. In der bayerischen Landeshauptstadt seien hunderte Millionen ausgegeben worden in den letzten Jahren, um Investoren für die Sozialbindung von neu gebauten Wohnungen zu gewinnen. Meist werden dabei für eine bestimmte Wohnungszahl niedrigere Mieten vereinbart. Denkbar sind aber auch Belegungsrechte und ähnliches. So könnten gestaffelte Mieten in mehrgeschossigen Häusern auch für eine gute soziale Durchmischung sorgen. In der Gründerzeit sei diese Praxis ganz natürlich gewesen.

Löser hofft daher auf die Gespräche mit dem Investor. Bei einem anderen Projekt in der Nachbarschaft, an der Sternstraße, sei das auch gelungen.

Ingolf Pleil

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