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Mietpreise für Wohnen und Verkaufsflächen in gefragten Gegenden in Dresden steigen enorm

Mietpreise für Wohnen und Verkaufsflächen in gefragten Gegenden in Dresden steigen enorm

„Sehr stabil“ und „sehr differenziert“, so vielsagend ist das Urteil des Immobilienverbands Deutschland (IVD) Mitte-Ost über den Immobilienmarkt in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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Quelle: dpa

In Dresden ziehen die Mieten laut dem gestern veröffentlichen Mietpreisspiegel leicht an. Außerdem wird Wohnraum in Toplagen knapp. Eigentumswohnungen bleiben weiter sehr gefragt.

Wie entwickeln sich die Preise?

Sie steigen. Das gilt für Mietwohnungen, Gewerbemieten, Eigentumswohnungen und Eigenheime. Immerhin fällt der Anstieg nicht allzu heftig aus. So hat eine Altbau-Wohnung in einer mittleren Wohnlage 2012 noch sechs Euro Kaltmiete gekostet, im aktuellen Preisspiegel sind es 6,20 Euro. Bei den Toplagen, zu denen laut Studie unter anderen Weißer Hirsch, Neumarkt, Loschwitz und die Altstadt zählen, gehört Dresden zu den teuersten Pflastern in Mitteldeutschland. 11,80 Euro Kaltmiete werden nur in Leipzig (12 Euro) übertroffen. Der Mietanstieg fällt in diesem Segment auch deutlicher aus. Neun Euro waren noch 2012 üblich.

Welchen Stellenwert haben Eigentumswohnungen?

Sie sind nach wie vor enorm beliebt. 3862 Eigentumswohnungen wurden in Dresden 2012 verkauft. Die Elbestadt belegt damit laut Accentro-Wohneigentums-Report deutschlandweit den siebten Platz. Die 470,3 Millionen Euro, die in der sächsischen Landeshauptstadt im Vorjahr mit Eigentumswohnungen umgesetzt wurden, werden nur von neun anderen Städten in Deutschland übertroffen und bedeuten einen Zuwachs um 15,6 Prozent. Der durchschnittliche Verkaufspreis von 121 776 Euro liegt im Bundesvergleich allerdings nur im Mittelfeld.

Und Gewerbemieten?

Hier ist das Ergebnis zwiespältig. So sind Ladenmieten teilweise enorm gestiegen, bei kleinen ebenerdigen Räumen in bester Lage etwa von 35 Euro auf 100 Euro Kaltmiete. Büromieten stagnieren dagegen. Außerdem verzeichnet Dresden laut IVD Mitte-Ost zehn Prozent Leerstand in Bürogebäuden und gar 15 Prozent ungenutzte Ladenfläche. Gegen den allgemeinen Trend seien davon auch Innenstadtlagen betroffen. Der IVD Mitte-Ost nennt vor allem Altmarkt- und Centrum-Galerie. Die Probleme dort sieht der IVD-Hauptberichterstatter Karl-Heinz Weiss trotz eines Überangebots in Dresden vor allem als hausgemacht an. Wenn solche 1a-Lagen nicht vermietet seien, agiere das Center-Management nicht richtig, meint er.

Wird Wohnraum knapp?

Nein, sagt der IVD Mitte-Ost. Nur in Toplagen registriert er ein immer knapperes Angebot, was auch den sprunghaften Preisanstieg dort erklärt. Eine Entwicklung, die auch Dresdens größtes Wohnungsunternehmen Gagfah bestätigt. In den beliebtesten Gegenden gehe der Leerstand gegen Null, heißt es auf DNN-Anfrage.

Ist die Knappheit gefragter Wohnlagen ein Problem?

Für den IVD-Regionalvorsitzenden Weiss, Eigentümer eines Immobilienunternehmens, ist es das schon von Berufs wegen nicht. Er verweist auf andere Stadtteile, die nun eben eine Aufwertung erfahren werden, allen voran Friedrichstadt und Plauen. „Auch alles entlang der S-Bahnlinie zwischen Heidenau und Radebeul ist attraktiv, weil es verkehrsgünstig ist“, sagt er. Der Mietboom in einigen Stadtteilen könnte sich also ausbreiten. Soweit ist es allerdings noch nicht.

Geht es mit den Mietsteigerungen so weiter?

Ein Blick auf die Einwohnerprognosen lässt das vermuten. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes könnten 2030 mehr als 550 000 Menschen in Dresden (aktuell 525 671) leben, während das Umland weiter Einwohner verliert. 50 000 Menschen soll nach Prognosen der Landkreis Bautzen bis 2030 verlieren, 30 000 sind es im Landkreis Meißen, 20 000 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dieser Zustrom nach Dresden wird zwangsläufig für einen Anzug auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

Uwe Hofmann

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