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Mieterverein kämpft gegen Abriss von Wohnhaus an der Gerokstraße

Mieterverein kämpft gegen Abriss von Wohnhaus an der Gerokstraße

Mit einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kämpft der Mieterverein Dresden und Umgebung e.V. gegen den Abriss des Wohngebäudes an der Gerokstraße 5 bis 11. "Mit Verwunderung, aber auch mit Entsetzen haben wir erfahren, dass die Stadt am 20. Februar 2012 einen Förderantrag für den Rückbau gestellt hat", heißt es in dem Schreiben, das von Peter Bartels, dem Vorsitzenden des Mietervereins, unterzeichnet ist.

Dieser Antrag sei ohne die Einbeziehung politischer Gremien oder der Öffentlichkeit gestellt worden. Den entsprechenden Förderbescheid über 645 420 Euro hätte die Stadt im vergangenen Juli erhalten. "Mit dem Eigentümer, der I & V GmbH, einer Tochterfirma der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, wurde danach ein städtebaulicher Vertrag über den Rückbau und die Auszahlung der Fördermittel abgeschlossen", erklärt der Mieterverein weiter. Der Rückbau der 172 Wohnungen in der Dresdner Johannstadt soll demnach in diesem Jahr erfolgen.

"Wir halten den Einsatz von Fördermitteln zum Rückbau eines Wohngebäudes zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen und in einer Zeit, in der in Dresden Wohnungen wieder knapp geworden sind und der Wohnungsbau gefördert werden muss, für falsch", begründet der Verein sein Anliegen. Diese Maßnahme trage dazu bei, dass weiterer bezahlbarer Wohnraum vernichtet wird. Nicht nur anhand der eigenen Beratungspraxis lasse sich bestätigen, dass der Wohnungsmarkt in Dresden angespannt ist. Auch ein entsprechender Bericht aus dem Jahr 2011 bescheinige der Stadt einen Wohnungsmangel in bestimmten Segmenten. Seitdem sei der Wohnungsleerstand weiter zurückgegangen, das Wohnungsangebot habe sich folglich noch verringert.

Der Dresdner Mieterverein erwartet deshalb von der Oberbürgermeisterin, dass der Vertrag mit dem Eigentümer storniert oder zumindest so lange nicht weitergeführt wird, bis über den Einsatz von Fördermitteln für den Rückbau des Objektes an der Gerokstraße und über den geförderten Rückbau von Wohngebäuden allgemein eine öffentliche Aussprache erfolgt ist. Außerdem müssten politische Gremien in die Entscheidung einbezogen werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.01.2013

cg

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