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Mieses Jahr für Eulen in Dresden: Langer Winter und Nässe im Juni boten schlechte Bedingungen für Nachwuchs

Mieses Jahr für Eulen in Dresden: Langer Winter und Nässe im Juni boten schlechte Bedingungen für Nachwuchs

Für uns ist 2013 zwar noch längst nicht gelaufen, für die Ornithologen aber schon. Und die sind gar nicht begeistert. Der lange Winter und die Nässe im Juni machten vielen Vögeln bei der Aufzucht ihrer Jungen enorme Probleme.

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Am Roten Graben, der Stadtgebietsgrenze zur Gemeinde Ottendorf-Okrilla, wohnt dieser Waldkauz. In der Nähe seines Tageseinstandes wurden die Rufe junger Käuze gehört.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Betroffen davon waren offensichtlich auch Dresdens Eulen. Für sie war 2013 das schlechteste Jahr seit Beginn der Bruterfolge-Erfassung im Jahre 2000. Das ist dem Jahresbericht der Dresdner NABU-Eulen-Experten zu entnehmen.

So gab es bei der Waldohreule in ganz Dresden und der Dresdner Heide trotz intensiver Suche nur zwei Brutnachweise, obwohl in weiteren sieben Revieren Altvögel balzten. Im neuen Katholischen Friedhof an der Bremer Straße ließen sich drei sogenannte Ästlinge blicken und an der Freischützstraße in Kleinzschachwitz einer. Vom Sperlingskauz, unserer kleinsten Eule, gab es nach Auskunft von Klaus Fabian, dem Verfasser des Eulenberichtes, gar keinen Brutnachweis. Dabei hatten Fabian und seine Mitstreiter im Frühjahr in der Dresdner Heide noch sechs Rufreviere ermittelt. Nicht besser sieht es beim Rauhfußkauz aus. In einer den Ornithologen als Nistgelegenheit bekannten Kiefer wurde im Mai zwar ein Kauz entdeckt, aber ob es sich um einen Jungvogel handelte, sei nicht sicher, so Fabian. Bei den beiden Schleiereulen-Brutplätzen in Rennersdorf und Podemus gab es ebenfalls keinen Nachwuchs. So wenig wie beim Steinkauz.

Am besten fällt da noch Fabians Bilanz bei den Waldkäuzen aus. "In 112 kontrollierten Revieren wurden in 69 Fällen Waldkäuze nachgewiesen", schreibt er im Bericht. Das sei zwar weniger als 2012, aber durchaus im üblichen Mittel. Auf der Suche nach jungen Waldkäuzen wurden die Eulenzähler allerdings nur in 17 Fällen fündig. Insgesamt zählten sie im Stadtgebiet 35 Waldkauz-Ästlinge.

Zu den Eulen-Überraschungen gehörte im Beobachtungsjahr ein Uhu im Großen Garten. Bis April nutzte er dort eine große Fichte nahe dem Bahnhofsdepot als Tageseinstand. "Wir konnten ihn täglich in der Dämmerung in den Zoo fliegen sehen, wo er vorrangig Wanderratten erjagte", berichtet Fabian und vermutet, es habe sich um einen Jungvogel gehandelt. Vorerst ist der Uhu verschwunden. Vielleicht nur im dichten Laubbaum. Zuletzt wurde er Mitte Mai in der Krone einer Kastanie gesehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2013

Bernd Lichtenberger

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