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Miese Freibadsaison und Sanierungsstau in Dresden

Miese Freibadsaison und Sanierungsstau in Dresden

Die Bäder GmbH blickt auf eine miese Freibadsaison 2014. „Auf Grund der schlechten Witterung haben wir unser Ziel von 275.000 Besuchern nicht erreicht“, bedauert Matthias Waurick, Chef der vor einem Jahr aus dem städtischen Sportbetrieb ausgegründeten Bäder.

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Die Dresdner Bäder GmbH blickt auf eine miese Freibadsaison 2014.

Quelle: dpa

Bereits 2013 war wegen des Hochwassers nicht berauschend. Von Gästezahlen um die 400.000, wie in den Jahren zuvor, ist die Bäder GmbH weit entfernt.

Es ist ein holpriger Start für den Bäder-Chef: „Wir bauen alles neu auf und wir haben teilweise stark sanierungsbedürftige Bäder übernommen“, sagt der 52-Jährige. Neun Freibäder und sechs Schwimmhallen mit insgesamt 65 Mitarbeitern muss die achtköpfige Geschäftsstelle an der Maternistraße 15 am Laufen halten. Ein Bäderkonzept wurde aufgestellt.

Zu den aktuellen Bauprojekten gehören der Schwimmhallenkomplex an der Freiberger Straße mit 23,5 Millionen Euro, der Hallenbau in Bühlau mit 9,3 Millionen Euro und die Sanierung des Georg-Arnhold-Bades für 6,8 Millionen Euro. „Wir wählen gerade den Architekten aus“, gibt Waurick einen Stand zum Arnhold-Bad. Die Schwimmhalle muss dringend modernisiert werden. Da stünden Reparaturen an Lüftungsanlagen an, der Umkleidebereich müsse umgebaut, Fliesen auf dem Boden erneuert und die Rutsche modernisiert werden.

Ob sich an die Umgestaltung gleich eine energetische Sanierung anschließe, um Betriebskosten zu sparen, stelle sich noch heraus, so Waurick. „Wir wollen auch eine Sauna anbauen, um aus dem Arnhold-Bad ein richtiges Familienbad zu machen.“ Ende 2015 sollen die Arbeiten beginnen. Für die Sanierung muss die Halle im Sommer 2016 länger schließen. Hier hofft der Leiter der Dresdner Bäder, dass die neue Bühlauer Halle den Ausfall auffangen kann.

Nach der diesjährigen Freibadsaison stehen im Herbst üblicherweise kleinere Reparaturen in den Außenanlagen an. Im Freibad Wostra und Stauseebad Cossebaude müssen noch der Flut geschuldete Sanierungen nachgeholt werden, wie Fassadenanstriche und Pflanzungen. Das soll im September beginnen. Im Freibad Cotta gilt es Mängel zu beheben, hier hat sich das Becken leicht abgesenkt. Im Herbst beginnt auch die Erneuerung des denkmalgeschützten Waldbads Langebrück. „Wir sanieren die komplette Beckenmauer und legen eine neue Hauptleitung für den Strom“, so Waurick. Etwa 130.000 Euro werden in die Maßnahme investiert.

Wie damals vor zwei Jahren im städtischen Eigenbetrieb werden die Bäder wohl auch in diesem Jahr rote Zahlen in Höhe von fünf Millionen Euro schreiben. „Jeder Badbetrieb ist defizitär“, sagt dazu Waurick. Die Frage nach neuen Angeboten, um mehr Einnahmen zu erzielen, stellt sich für den Bäderchef derzeit nicht. „Die Hallen sind ausgelastet und teils überlastet.“ Fürs Schulschwimmen sind fast alle Gebäude von 7 bis 13.30 Uhr ausgebucht. Dazu kommen viele Sportvereine, die um jede halbe Stunde Trainingszeit kämpfen. Da bleibt für den öffentlichen Badebetrieb kaum Luft. Waurick schätzt, dass sich die Situation in vier Jahren entspannen wird, wenn die Bühlauer Schwimmhalle in Betrieb ist, das Georg-Arnhold-Bad saniert ist und die Freiberger Schwimmhalle steht.

Dass es möglich ist, mit einem Bäderbetrieb schwarze Zahlen zu schreiben, beweist der Eigenbetrieb Stadtbäder und Freizeitanlagen in Radebeul. Dem Hochwasser zum Trotz, verbuchte er auch 2013 einen Jahresüberschuss von rund 140.000 Euro. Bis es in Dresden so weit sein könnte, muss noch einiges Wasser die Elbe runterlaufen.

Madeleine Arndt

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