Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Messerattacke und Überfall - Pizzabote hat heute noch Angst

Messerattacke und Überfall - Pizzabote hat heute noch Angst

tört. Ich habe jeden Tag die Hölle. Ich bin Familienvater, ich kann nicht einfach aufhören, ich habe keine Chance, einfach woanders zu arbeiten", sagte Silvio S. gestern im Landgericht.

Da könnte was dran sein. Der 28-jährige Pizzabote ist noch heute, fast ein Jahr nach dem Vorfall, angeschlagen, hat die Sache noch nicht verarbeitet und ist regelmäßig in psychologischer Behandlung.

Schuld an seinen Problemen sind Danilo R. und Michael G. Den beiden Drogensüchtigen war am 22. November vergangenen Jahres das Geld für Crystal und Lebensmittel ausgegangen. So kamen sie auf die Idee, eine Pizza zu bestellen und dann den Boten auszurauben.

Gegen 23 Uhr riefen sie bei einem Lieferdienst an und bestellten unter dem Namen und der Adresse eines Bekannten, der gleich um die Ecke wohnt, zwei Pizzen und Cola. Dann liefen sie zur Prohliser Straße 28, der genannten Lieferadresse, und warteten auf den Pizzaboten. Als Silvio S. mit seiner Lieferung ankam, wurde er von beiden bedrängt und erhielt einen Schlag auf den Hinterkopf. Danilo R. forderte dann Geld und bedrohte den Mann mit einem Messer. "Das hatte ich gezogen, um meine Forderung zu untermauern. Als er das Portemonnaie nicht rausrückte, habe ich zugestochen", erzählte er. Der Pizzabote überließ den Ganoven dann die Geldbörse, mit über 300 Euro. Als sie flüchteten, nahmen sie auch noch die Liefertasche mit. Verletzt wurde Silvio S. durch die Stiche nicht, die dicke Jacke die er trug bewahrte ihn davor. Traumatisiert ist er noch heute. "Sobald es dunkel ist, achte ich auf jedes Geräusch, jede Bewegung und jede Person."

Die beiden einstigen Kumpels oder besser Kumpane beschuldigten sich gestern gegenseitig. Die Sache sei vorher abgesprochen gewesen und beide hätten ein Messer dabei gehabt und Michael G. habe dem Mann auf den Kopf geschlagen. Dies stimme nicht, konterte der, er habe nur daneben gestanden. Er sei nur mitgegangen, weil ihn Danilo R. geschlagen und bedroht habe.

Da könnte was dran sein. Der 21-Jährige ist nicht zimperlich - ob Mann oder Frau, Danilo R. lässt gern die Fäuste sprechen. Selbst im Gefängnis, wo er derzeit sitzt, hat er einen Mitgefangenen verprügelt. Mein oder dein kann er offenbar auch nicht auseinander halten, er nimmt sich einfach, was er will. Vier weitere Anklagen gegen ihn werden in dem Verfahren noch mitverhandelt. Der Prozess wird fortgesetzt.

Monika Löffler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.