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Messe "Semicon" in Dresden startet - Halbleiterbranche optimistisch

Messe "Semicon" in Dresden startet - Halbleiterbranche optimistisch

Die Halbleiterindustrie schließt trotz abgeschwächter Konjunktur im vierten Quartal das Jahr 2011 weltweit als Wachstumsbranche ab. Diese Prognose gab der Branchenverband SEMI Europe zum Auftakt der Halbleitermesse SEMICON am Dienstag in Dresden.

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Am Dienstag eröffnete in Dresden die Semicon 2011.

Quelle: dpa

Allerdings soll der Aufschwung nach dem Krisenjahr 2008 künftig nur noch abgeschwächt weitergehen. Demnach stiegen die Kapazitäten in der Waferproduktion 2010 um 9 Prozent bezogen auf das Vorjahr. In diesem und im kommenden Jahr sollen es noch 7 Prozent sein. Für Europa wurde mit 6 beziehungsweise 5 Prozent gerechnet. Allerdings erhöhen sich im europäischen Maßstab die Kapazitäten in der 300-Millimeter-Fertigung um 14 Prozent (2011: 23 Prozent).

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Chipwafer-Struktur in Nahaufnahme.

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Die Investitionen der Chiphersteller sollen im ersten Halbjahr 2012 zurückgehen, dann aber wieder steigen. In den vergangenen zehn Jahren habe die Halbleiterbranche in Europa mehr als 55 Milliarden Dollar für Ausrüstung und Material ausgegeben, hieß es. „Die Branche ist in guter Verfassung", schätzte SEMI Europe-Präsident Heinz Kundert ein. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Industrie in eine Krise gerät - es sei denn, es kommt zu einer weltweiten Rezession." Insgesamt stünden die Zeichen jedoch auf Wachstum - wenn auch nicht so rasant wie in den vergangenen beiden Jahren. Die EU habe die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnik erkannt und sie entsprechend als „Key-Enabling-Techology" eingestuft.

Gleichwohl forderte Kundert mehr Unterstützung der Politik. „Wir müssen die Schlüsseltechnologien in Europa halten und fördern." Wenn immer mehr Wissen nach Übersee verloren gehe, koste das Tausende von Jobs und führe zum Verlust einer eigenständigen europäischen Produktionskette. „Die Abhängigkeit von Zulieferern aus aller Welt ist für uns nicht erstrebenswert, sondern ein Nachteil." 

Angesichts hoher Investitionskosten von bis zu 6 Milliarden Euro für eine 300-Millimeter-Waferfabrik und bis zu 10 Milliarden Euro für eine 450-Millimeter-Fertigung bedürfe es neuer Impulse. „Das kann kein Land allein schultern beziehungsweise fördern", sagte der Präsident des sächsischen Branchenverbandes Silicon Saxony, Heinz Martin Esser.

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) erinnerte daran, dass die europäische Wettbewerbspolitik dem Grenzen setze. Für Länder mit einer Chip-Fabrikation gehe es auch darum, ein entsprechendes Umfeld mit Forschungsinstituten, Universitäten und Zulieferern vorzuhalten.

„Man kann auch mit bescheidenen Mitteln große Effekte erzielen." Europa sei sehr leistungsstark in punkto Innovation. Wichtig sei ferner, große Produzenten wie Siemens oder Nokia hier zu halten. Es wäre schön, in Europa einen „Apple" zu haben, sagte der Ministerpräsident mit Blick auf den amerikanischen Weltkonzern.

 

dpa

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