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Mercedes-Benz dünnt Vertrieb aus - Niederlassungen Dresden und Leipzig fusionieren

Mercedes-Benz dünnt Vertrieb aus - Niederlassungen Dresden und Leipzig fusionieren

Mercedes-Benz setzt beim Vertrieb den Rotstift an. Mitteldeutschland trifft es besonders hart: Die Niederlassungen in Dresden und Leipzig sollen zusammengelegt werden, alle anderen Standorte verkauft werden.

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Die Mercedes-Benz-Niederlassung Leipzig in der Richard-Lehmann-Straße

Quelle: André Kempner

Aus Sachsen-Anhalt und Thüringen will sich der konzerneigene Vertrieb des Herstellers ganz zurückziehen - und setzt dort auf unabhängige Vertragshändler.

Bei den Mitarbeitern löste die Ankündigung einen Schock aus. Nach Bekanntwerden der Pläne fürchten Mitarbeiter der Dresdner Niederlassung von Mercedes-Benz um ihre Jobs. "Die Pläne kamen für uns überraschend", sagte Jens Kiehle von der IG Metall gestern der Nachrichtenagentur dpa. Erst am Mittwoch sei die Belegschaft in einer Betriebsversammlung darüber informiert worden, dass die Niederlassungen Dresden, Leipzig und Magdeburg zusammengelegt werden sollen. Sie firmieren künftig als Vertriebsorganisation Ost. Allein in der Dresdner Niederlassung mit drei Standorten sind der Gewerkschaft zufolge mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt, ebenso viele demnach in Leipzig. Die Gewerkschaft fürchtet, dass durch die Zusammenlegung Arbeitsplätze gestrichen werden. Bis Ende September soll ein Sozialplan vorgelegt werden. "Wir führen dazu Gespräche mit den Betriebsräten", sagte eine Daimler-Sprecherin. Daimler will insgesamt 36 Autohäuser und Werkstätten der konzerneigenen Niederlassungen verkaufen und den Vertrieb neu organisieren (DNN berichteten). Davon wären 1500 Beschäftigte betroffen. In einem ersten Schritt sollen die insgesamt 33 Niederlassungen mit derzeit noch 158 Standorten regional gebündelt werden.

In anderen Städten wie Halle oder Chemnitz gibt es schon jetzt keine konzerneigenen Niederlassungen mehr. Und wirklich behalten will Mercedes auch nur die beiden in Sachsen: Magdeburg einschließlich der Standorte Burg und Wernigerode werde anschließend zum Verkauf gestellt. Das aber wohl erst 2016 - bis dahin gilt noch die Zusage des Konzerns, keine ganzen Niederlassungen zu verkaufen.

Deutlich schneller könnte es in Thüringen gehen. Eigene Niederlassungen hat Mercedes-Benz hier schon jetzt nicht - hält dafür aber mit der 100-prozentigen Tochter Russ & Janot. Die Mercedes-Tochter hat Autohäuser in Erfurt, Arnstadt und Weimar. Alle drei werden nun zum Verkauf angeboten. Ziel sei es, überall Käufer zu finden, die die Autohäuser als Mercedes-Vertragshändler weiterführen.

Was sich für die Mitarbeiter ändert und wo die künftige Vertriebsdirektion Ost ihren Sitz haben wird, ließ Daimler zunächst offen. Es dürfte sich zwischen Leipzig und Dresden entscheiden.

Noch in diesem Jahr will der Konzern mit der Umsetzung der Pläne beginnen, kündigte Konstanze Fiola, Sprecherin des deutschen Mercedes-Benz-Vertriebs in Berlin an.

Gewerkschaften und Betriebsrat kündigten bereits Widerstand gegen einen massiven Stellenabbau an. "Belegschaft und Betriebsrat werden das so nicht akzeptieren", sagte Gesamtbetriebsratsschef Michael Brecht in Stuttgart. "Wir verlangen Veränderungen im Konzept, bei denen nicht nur um Margen geht, sonder auch um die Menschen." Schließlich sei der Vertrieb das "Aushängeschild der Marke."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.05.2014

Frank Johannsen und Christiane

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