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Menschenkette zum 13. Februar in Dresden: 3,6 Km stilles Gedenken mit rund 13.000 Menschen

Menschenkette zum 13. Februar in Dresden: 3,6 Km stilles Gedenken mit rund 13.000 Menschen

Dresden. 13.000 Menschen bildeten in Dresden eine lückenlose Kette des Gedenkens. Anlässlich des 13. Februars gedachten sie an die Opfer der Bombenangriffe in der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Dirk Hilbert (FDP), der Erste Bürgermeister der Stadt, eröffnete um 17 Uhr die Kette mit einer Rede am Rathhaus. Unter den Zuhörern befanden sich auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), die unter anderem von Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Landtagspräsident Matthias Rößler (beide CDU) begleitet wurde.

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Rund 13.000 Personen haben sich an der Menschenkette beteiligt.

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Auch die Politiker Wolfgang Thierse (SPD), Jürgen Trittin, Claudia Roth, Cem Özdemir, Renate Künast von den Grünen und Petra Pau und André Hahn von den Linken nahmen an der Menschenkette teil. Vorher legten sie am Altmarkt eine weiße Rose zur Erinnerung ab.

„Das Gedenken in Dresden zeichnet sich vor allem durch seine Vielfalt aus. In unserer Stadtgesellschaft hat das stille Gedenken, die tiefe Trauer um Angehörige und Freunde, genauso einen Platz, wie das klare Bekenntnis gegen Nationalsozialismus, Rassismus und Gewalt", so Hilbert in seiner Rede.

Um 18 Uhr reichten sich die Menschen die Hände, im Hintergrund läuteten die Glocken der Kirchen. Nach Ende des Geläuts lag Stille über der Innenstadt. Einzig das Kreisen der Hubschrauber über dem Hauptbahnhof, wo sich zur gleichen Zeit um die 800 Neonazis versammelt hatten, störte das innerstädtische Gedenken.

Aus Dresden reihten sich Spieler von Dynamo Dresden und der Volleyballmannschaft des Dresdner Sportclubs in die Kette ein. „Es ist uns als Verein ein Bedürfnis, diesen Tag Seite an Seite mit den Menschen in dieser Stadt zu begehen und Farbe zu bekennen für ein friedliches, tolerantes und respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft", sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter. Der Verein nahm mit über 100 Personen an der Kette teil. „Gleichzeitig ist der 13. Februar jedes Jahr aber auch nur einer von 365 Tagen, an denen unsere Sportgemeinschaft klar gegen Rassismus und Extremismus eintritt. Gewalt und Intoleranz haben in Dresden und bei Dynamo keinen Platz", betonte Ritter.

Auch der DSC-Vorstandsvorsitzender Jörg Dittrich nahm gemeinsam mit einigen Spielerinnen an der Menschenkette teil. „Der Krieg ging von deutschem Boden aus. Auch ich bin traurig über das Leid, das der 13. Februar 1945 Dresden gebracht hat. Es ist mir ein Bedürfnis an die Opfer zu denken und Gesicht zu zeigen für Frieden, Demokratie und Freiheit", so Dittrich.

Im Anschluss äußerte sich Hilbert zufrieden: „Ich bin stolz, wie viele Tausende zu dieser Menschenkette gekommen sind. Wie deutlich die Dresdner und ihre Gäste hier ein Zeichen gegen Rechts gesetzt haben, das ist überwältigend." Er war sich bereits vorab sicher, dass er sich auf die Dresdner verlassen könne, so der Interimsbürgermeister.

Dominik Brüggemann

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