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Meistbietender für die "Käseglocke" in Dresden schmeißt hin

Meistbietender für die "Käseglocke" in Dresden schmeißt hin

Das Gezerre um den künftigen Betreiber der "Käseglocke" entwickelt sich zum undurchsichtigen Politikum. Eigentlich geht es nur um eine 42 Quadratmeter große Fläche, doch der Ausschuss für Wirtschaftsförderung des Stadtrates nahm sich am Donnerstagabend während des Deutschlandspiels trotzdem über zwei Stunden lang Zeit für das Thema.

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Jede Menge Diskussionen um ein gerade mal 42 Quadratmeter großes Objekt: Die "Käseglocke" auf dem Postplatz.

Quelle: Dominik Brüggemann

In der nichtöffentlichen Sitzung sollten ursprünglich alle elf Bieter ihre Konzepte kurz vorstellen. Am Ende erschienen nur fünf Bewerber, zwei Kandidaten hatten bereits vor der Ausschusssitzung ihr Gebot zurückgezogen.

Unter den Aussteigern befindet sich nach DNN-Informationen überraschenderweise der bisherige Favorit der Stadtverwaltung, die Elbflorenz-Gastronomie. Das Unternehmen um die Inhaber des Rosengarten-Cafés hatte für die Bewirtschaftung der "Käseglocke" einen monatlichen Mietpreis von 3333 Euro geboten und lag damit deutlich vorn.

Aus Stadtratskreisen war nun zu vernehmen, dass die "Elbflorenz"-Geschäftsführer ihren Rückzug aus dem Vergabeverfahren mit einer drohenden Neidkampagne in den Medien begründet haben und einen Imageschaden für ihr Unternehmen befürchteten. Für eine persönliche Stellungnahme waren sie am Freitag nicht zu erreichen.

Das Thema "Käseglocke" sorgt seit Wochen in ganz Dresden für Schlagzeilen. Der Vertrag mit dem bisherigen Betreiber des Pavillons am Postplatz, der Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei, läuft regulär zum 30. Juni aus. Deren Geschäftsführer Karsten Lehmann und Stefan Meyer-Götz würden die "Käseglocke" gern weiterhin bewirtschaften, allerdings lag ihr Preisgebot lediglich im Mittelfeld. Daran ändert sich auch nichts durch die Absage der Elbflorenz-Gastronomie. Stattdessen hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung dem Meistbietenden unter den im Rennen gebliebenen Bewerbern den Vorzug gegeben. Dieses Votum hat jedoch nur empfehlenden Charakter. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der "Käseglocke" fällt der Finanzausschuss am kommenden Montag - dann in öffentlicher Sitzung ab 16 Uhr.

Der Name des nun favorisierten dritten Bieters bleibt bis dahin streng unter Verschluss. Sämtliche Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses haben strengstes Stillschweigen vereinbart. Es bestünde die Gefahr, dass das Unternehmen ansonsten übers Wochenende "demontiert" werden könnte. Dem Vernehmen nach soll es sich um einen Gastrobetrieb handeln, der in der "Käseglocke" regionale Produkte und Spezialitäten verkaufen will.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2014

Christoph Stephan

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