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"MeinFernbus" hat Dresden als Fernbusstandort fest im Blick

"MeinFernbus" hat Dresden als Fernbusstandort fest im Blick

Der Markt für Fernbuslinien ist seit Jahresbeginn geöffnet. Jetzt wittern viele Unternehmer das große Geschäft. Einer davon ist Torben Greve, der mit MeinFernbus seit April 2012 auf sieben Routen unterwegs ist.

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Torben Greve

Quelle: Wolfgang Zeyen

Im Interview spricht der Geschäftsführer über die geplanten Linien für Sachsen.

ADAC und Post kündigen an, die 50 größten deutschen Städte anbinden zu wollen. Gibt es bereits konkrete Ziele für Ihr Netz?

Wir gehen strategisch anders vor. Natürlich werden wir größere Städte anbinden. Aber wir wollen besonders dort fahren, wo die Bahn kaum oder nur schlechte Angebote hat. Unsere Flotte besteht momentan aus 30Bussen, innerhalb der kommenden sechs Monate soll diese Zahl dreistellig sein. Wir wollen ein bundesweites Netz aufbauen.

Welche Rolle spielt Sachsen?

Wenn alles passt, dann sind bis Mitte des Jahres 30 neue Ziele allein von Leipzig aus erreichbar. Die Anträge sind gestellt. Wir haben auch andere Städte in Sachsen im Blick. Dresden ist definitiv dabei. Aufgrund der Konkurrenz will ich nicht konkreter werden. Nur so viel: Lieber sind wir in einer Stadt richtig präsent und bieten eine hohe Taktfrequenz und viele Anschlussmöglichkeiten an, als in vielen Städten mit nur wenigen Zielen.

Können Sie im anstehenden Preiskampf bestehen?

Unser Ziel ist nicht, der günstigste Anbieter zu werden, auch wenn wir günstig sind, sondern der beliebteste. Neben einem dichten Streckennetz spielen vor allem die Qualität und Ausstattung eine Rolle: Wlan an Bord, großzügige Abstände zwischen den Sitzen.

Wie stark ist die Konkurrenz?

Viele Fernbusprojekte existieren bisher mehr oder weniger nur auf dem Papier. Obwohl wir uns erst 2011 gegründet haben, fahren täglich genauso viele MeinFernbusse wie bei der Bahn Busse. Mit ihrer Bus-Sparte ist die DB bislang der größte Anbieter in Deutschland.

Der Fernbus gilt als neue Konkurrenz zur Schiene. Hat die Straße nicht den Nachteil ständiger Staus?

Auch das Schienennetz ist zum Teil überlastet. Wir fahren unsere Strecken mehrmals Probe und beobachten den Verkehr. In Frankfurt reisen wir zwischen 15.30 und 18.30 Uhr nicht ab, um den Berufsverkehr zu meiden. Außerdem gibt es Puffer in unserem Fahrplan. Bei Schnee und Eis auf der Straße gibt es natürlich keine Garantie, dass alle Busse pünktlich sind. Aber wir informieren unsere Kunden dann per SMS, wieviel später wir kommen.

Seit Öffnung des Marktes sind nur noch wenige Kriterien zu erfüllen, also bekommen Sie alle Routen genehmigt?

Die Städte haben noch ein Vetorecht, etwa wenn ihre Haltestellenkapazität erreicht ist. Allerdings ist bei einigen Behörden das größte Problem, dass diese zum Teil nicht vorbereitet sind oder sich Mitarbeiter nur seltenmit diesem Thema beschäftigen dürfen.

In Sachsen ist das zentral geregelt.

Ja und hier funktioniert das sehr gut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.02.2013

Interview: Matthias Pöls

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