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Mehr als 5300 Asylbewerber in Dresden: Landesdirektion korrigiert Prognose für 2015 deutlich nach oben

Mehr als 5300 Asylbewerber in Dresden: Landesdirektion korrigiert Prognose für 2015 deutlich nach oben

Die Landesdirektion Sachsen hat die Prognose für die Asylbewerberzahlen jetzt auch offiziell nach oben korrigiert. Dresden wird demnach in diesem Jahr mindestens 5365 Flüchtlinge aufnehmen müssen.

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Dresden muss laut neuer Prognose in diesem Jahr mindestens 5365 Flüchtlinge aufnehmen.

Quelle: dpa

Bei der letzten offiziellen Prognose im Mai war die Landesbehörde noch von 2683 Asylbewerbern ausgegangen.

Die deutliche Steigerung ist allerdings keine große Überraschung mehr, nachdem der Bund seine Zahlen deutlich angehoben hatte. Im Mai erwartete  das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Bundesrepublik rund 400 000 Asylanträge von eingereisten Personen. Im Jahr 2014 waren insgesamt 173.000 Erstanträge registriert worden.

Die Prognosen für dieses Jahr erwiesen sich jedoch schnell als viel zu niedrig. Vor einer Woche verkündete das Bundesamt seine aktuellste Prognose. Demnach wird für Deutschland mit mindestens 800.000 Asylanträgen gerechnet. Auf Sachsen entfallen davon etwa 5,1 Prozent. Von diesen 40.800 Personen wiederum werden 13,15 Prozent der Landeshauptstadt zugewiesen. Damit erhöht sich die Prognose für Dresden nun auch deutlich. Auch in Leipzig mit nunmehr 5402 erwarteten Asylbewerbern ist die Situation ähnlich. Der gleiche Trend vollzieht sich schließlich auch in den Landkreisen, für die Sächsische Schweiz werden jetzt 2481, für Meißen 2456 und für den Landkreis Bautzen 3101 Asylbewerber prognostiziert. Eine Garantie für diese Zahlen gibt es nicht.

Wohnungen für Flüchtlinge gesucht - Alte Feuerwache Neustadt im Gespräch

In Dresden wird daher ständig nach neuen Quartieren für die eintreffenden Menschen gesucht. Die Stadt will an einer vorwiegend dezentralen Unterbringung festhalten, lediglich bis zu 40 Prozent der Asylbewerber sollen zentral in Heimen untergebracht werden, die übrigen möglichst in Wohnungen. Bei der Suche nach geeigneten Quartieren bezieht die Stadt seit Dienstag auch die frühere Feuerwache auf der Katharinenstraße mit ein, bestätigte Rathaussprecher Kai Schulz gestern gegenüber DNN. Bereits im März 2014 hatte der Stadtrat beschlossen, dass dieses Objekt für die Kultur und Kreativwirtschaft bereitgestellt werden soll. „Wenn die Stadt etwas anderes vorhat, sollte sie uns auch informieren“, erklärte dazu Grünen-Stadtrat Torsten Schulze gestern. Das Objekt sei jedoch groß genug, um sowohl für Asylbewerber als auch die Kulturwirtschaft genutzt zu werden, sagte Schulze.

Nachdem das Versammlungsverbot in Heidenau seit Tagen für reichlich Verwirrung sorgt, war zunächst unklar, ob auch die vom Bündnis Dresden Nazifrei geplante heutige Großdemonstration in Dresden stattfinden wird. Wie Bündnis-Sprecher Henning Obens mitteilte, werde „die Demonstration auf jeden Fall stattfinden.“ Sie startet um 14 Uhr am Hauptbahnhof und führt durch die Innenstadt, vorbei am Polizeipräsidium und der Staatskanzlei bis zum Neustädter Bahnhof. Die Demo soll zeigen, dass es in Sachsen nicht nur Rassisten gibt.

Juliane Weigt und Ingolf Pleil

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