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Mehr Unfälle in Kitas und Schulen in Sachsen

Mehr Unfälle in Kitas und Schulen in Sachsen

In Sachsen gibt es immer mehr Unfälle mit Kindern in Kindertagesstätten, Horten und Schulen. Das geht aus Zahlen der Unfallkasse Sachsen hervor, die Sozialministerin Christine Clauß (CDU) jetzt dem Landtag vorlegte.

"Wir sind alarmiert und beobachten die Entwicklung aufmerksam", erklärte der Sprecher der Unfallkasse, Karsten Janz, gegenüber den DNN. Die Kasse ist die Versicherung für die Schulträger.

In Kindertagesstätten und Horten.hatte es demnach 2009 exakt 17313 meldepflichtige Unfälle gegeben, zwei Jahre später waren es bereits 19 823, rund 14,5 Prozent mehr. 2010 waren 18 654 Unfälle gemeldet worden. Meldepflichtig sind Unfälle in den Einrichtungen oder auf dem Weg dahin immer dann, wenn ein Arztbesuch notwendig war.

An den allgemein- und berufsbildenden Schulen fiel der Anstieg etwas geringer aus. 2009 musste die Versicherung bei 45 292 Fällen Schäden regulieren, 2011 waren es 47395 (fünf Prozent mehr).

"Meistens handelt es sich um Bagatellunfälle", erläuterte Janz. Schwere Fälle gebe es kaum. Etwa zehn Jahre lang seien die Zahlen rückläufig gewesen in Sachsen, seit etwa zwei Jahren habe sich die Tendenz nun geändert. Nach Ansicht der Unfallkasse hängt dies auch mit dem Wandel an den Schulen zusammen. "Seit 2009 werden verstärkt Ganztagsangebote in den Schulen gefördert", erläuterte Janz. Wenn sich die Kinder länger in den Einrichtungen aufhalten, komme es natürlich zwangsläufig zu mehr Unfällen. Bei der Unfallkasse wird deshalb auch kein Anlass für Schuldzuweisungen gesehen.

Für die Unfallprävention sind laut Ministerin Clauß die Schulträger, die Kommunen und in einigen Fällen das Land selbst, verantwortlich. Sicherheitsaspekte sollten in der pädagogischen Arbeit berücksichtigt werden, "ohne den Tätigkeitsdrang der Kinder mehr als nötig einzuschränken", erklärte die Ministerin. Kinder müssten für riskante Situationen sensibilisiert werden und eigene Grenzen erkennen. Unterstützung gebe es durch polizeiliche Beratung, Aktionen der Landesverkehrswacht, Radfahrerausbildung und Schülerlotsen.

Spürbar werden können steigende Unfallzahlen in den Haushalten der Schulträger. 2010 hat die Unfallkasse 17,5 Millionen Euro für Behandlungskosten ausgegeben, im vergangenen Jahr waren es bereits 19 Millionen Euro. Durch ein Umlageverfahren steigen in solchen Fällen für Kommunen und Land die Beiträge an die Unfallkasse. Ingolf Pleil

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.11.2012

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