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Mehr Platz für Dresdens Feuerwehr

Mehr Platz für Dresdens Feuerwehr

"Die Feuerwehr ist nicht nur im Einsatz pünktlich, sondern auch bei ihren Projekten", witzelte Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) in seinem Grußwort zum Richtfest der neuen Feuerwache Albertstadt am Freitagvormittag.

Die Anmerkung kommt nicht von ungefähr. Die Baustelle liegt tatsächlich im Zeitplan. Ende des Jahres können voraussichtlich mehr als 100 Feuerwehrleute von der Wache Luisenstraße in die Magazinstraße umziehen. Die Kosten für die Wache sollen das Budget von 15,8 Millionen Euro nicht überschreiten, so Sittel.

"Eine gute Feuerwehrarbeit braucht gute Bedingungen", sagte der Leiter der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen, René Kraus, in seiner Ansprache. Die seien mit dem neuen Gebäude im Dresdner Norden gewährleistet, so Kraus. Was damit gemeint ist, erklärt Dresdens Branddirektor Carsten Löwe: "Uns steht künftig eine neue Fahrzeughalle mit Stellplätzen für zwölf Feuerwehrfahrzeuge und vier Rettungswagen zur Verfügung. So gewinnen wir vor allem Platz." Die Kameraden der Wache Neustadt müssten bis heute die Spiegel der Fahrzeuge einklappen, wenn sie ausrücken, um nicht in den Torbögen hängen zu bleiben. "Das Gebäude an der Louisenstraße wurde in den ersten Jahren des Ersten Weltkrieges errichtet. Damals fuhr die Feuerwehr noch mit Pferdegespannen zu ihren Einsätzen", erklärt Löwe.

Die neue Wache bietet nicht nur viel Platz, sondern hat auch eine Küche und Aufenthaltsräume. Im Katastrophenfall können sich die Feuerwehrleute so über mehrere Tage autark versorgen.

Eine der wichtigsten Neuerungen auf dem Gelände wird erst im kommenden Jahr fertiggestellt. In einem freistehenden Gebäude auf dem Hinterhof der Wache entsteht ein Trainingszentrum. Hier sollen alle Dresdner Feuerwehrleute Übungen unter realistischen Bedingungen absolvieren. Für die sogenannte "Heißausbildung" werden unter anderem künstliche Brandherde installiert, die sich nach belieben an- und ausschalten lassen.

Trotz aller Vorteile: Die Feuerwehrmänner aus der Neustadt scheinen am liebsten in der Louisenstraße bleiben zu wollen. "Leider", entfährt es einigen, als der Ordnungsbürgermeister den baldigen Umzug ankündigt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2015

Hauke Heuer

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