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Mehr Patienten, schwerere Fälle, positives Ergebnis vor Abschreibungen – Uniklinik Dresden bilanziert 2014

Mehr Patienten, schwerere Fälle, positives Ergebnis vor Abschreibungen – Uniklinik Dresden bilanziert 2014

Das Dresdner Universitätsklinikum „Carl Gustav Carus“ blickt zufrieden auf das Jahr 2014. Das teilte das Klinikum am Freitag mit. Laut des eben erschienenen Jahresberichts behandelten die rund 6000 Mitarbeiter etwa 230.000 Patienten, das sind knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei ist die durchschnittliche Fallschwere, der sogenannten Case Mix Index (CMI), angestiegen – von 1,399 im Jahr 2013 auf 1,422 in 2014. „Der moderate Anstieg der Behandlungsfälle zeigt uns, dass Patienten mit schweren gesundheitlichen Problemen zunehmend auf das Dresdner Uniklinikum setzen.

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Dienst am Patienten: Das Dresdner Uniklinikum schätzt das Jahr 2014 als ein erfolgreiches ein (Symbolbild).

Quelle: dpa

So kommen immer mehr Menschen aus ganz Deutschland nach Dresden, um sich hier behandeln zu lassen“, sagte Vorstandssprecher Michael Albrecht.

Auch beim Blick auf die Finanzen zeigt sich das Uniklinikum zufrieden, besonders angesichts der schwierigen Situation der deutschen Maximalversorgungs-Krankenhäuser: Das Betriebsergebnis der Uniklinik liegt mit 436.000 Euro im Plus – allerdings vor den Abschreibungen. Weil das Krankenhaus sehr viel investiert hat, weist das Gesamtergebnis dann doch ein Minus von vier Millionen Euro auf. Beliefen sich die Abschreibungen im Jahr 2013 noch auf vier Millionen Euro, waren es im vergangenen Jahr bereits 4,2 Millionen, so das Klinikum.

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Investition in die Zukunft: Das neue Haus 32 am Uniklinikum Dresden (Entwurf).

Quelle: Uniklinkum Dresden

Auch die steigenden Personal- und Sachkosten schlagen sich aufs Gesamtergebnis nieder: Zwischen 2009 und 2014 sind die Personalkosten des Universitätsklinikums um 33,7 Prozent und die Sachkosten um 27,0 Prozent gestiegen, die Erlöse aus den von den Krankenkassen gezahlten Vergütungen dagegen nur um 26,2 Prozent. Das Betriebsergebnis sank daher in den vergangenen fünf Jahren um 11,5 Prozent. „Mit diesen bisher positiven Ergebnissen aus dem Krankenhausbetrieb ließen sich bisher die steigenden Abschreibungen ausgleichen. Dies war im abgelaufenen Jahr nicht mehr möglich“, sagte Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. Gerade bei den Tarifsteigerungen im Personalbereich oder den Energiekosten beim Sachaufwand habe das Universitätsklinikum keinen oder einen nur sehr geringen Einfluss. Bei den alljährlichen Verhandlungen mit den Kostenträgern spiele diese Problematik üblicherweise keine Rolle. Die Zuwächse hingegen resultierten aus Veränderungen bei Art, Gesamtzahl und Schwere der behandelten Fälle.

Die Klinikumleitung betont in ihrem Jahresbericht, dass die Leistungsfähigkeit der „Medak“ den mehr als 6000 Mitarbeitern zu verdanken ist. „Die ungemein erfolgreiche Entwicklung von Klinikum und Fakultät, durch die wir in zwei Jahrzehnten zu einem der anerkanntesten Standorte für Krankenversorgung, Forschung und Lehre gewachsen sind, wäre ohne das Engagement von Menschen aus 73 Nationen nicht möglich gewesen“, schreiben Albrecht und Winzer im Vorwort des Berichts. Wichtig sei nicht die Herkunft eines Menschen, sondern seine Werte – hier vor allem „unversiegbare Neugier, Schaffenskraft und die Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten“. „Nur in einem offenen, weltläufigen Dresden kann weiterhin eine exzellente Hochschulmedizin gedeihen.“

ttr

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