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Mehr Gewehre und Pistolen in Dresden;: Zahl der Waffenbesitzkarten könnte dieses Jahr auf 3000 steigen

Mehr Gewehre und Pistolen in Dresden;: Zahl der Waffenbesitzkarten könnte dieses Jahr auf 3000 steigen

In diesem Jahr könnte die Zahl der Waffenbesitzkarten (WBKs), die die Stadtverwaltung erteilt hat, erstmals seit der Wende diese Grenze übersteigen.

Die 3000 ist in Sicht.

Denn der Kreis der Personen, die solche Berechtigungen zum Besitz scharfer Waffen beantragen, steigt. Allein von 2012 zu 2013 kletterte sie um 177 (siehe Grafik).

Allein diese Zahl sagt aber noch nichts über die Zahl der Waffen, die in der Landeshauptstadt tatsächlich im Umlauf sind. Dazu gehören scharfe Waffen, wie sie zum Beispiel nur Schützen, Jäger oder gefährdete Personen bei sich haben dürfen, und ausgewählte Signal-, Schreckschuss und Reizstoffwaffen, für die lediglich der so genannte kleine Waffenschein nötig ist. 1783 Dresdner haben zur Zeit eine oder mehrere Waffenbesitzkarten, 1737 besitzen auch Waffen, teilte Anke Hoffmann, Mitarbeiterin der Rathaus-Pressestelle mit. Die weitaus größte Zahl davon sind Sportschützen und Jäger. Nur ein einziger Dresdner darf eine scharfe Waffe haben, weil er besonders gefährdet ist, so die Stadtverwaltung. Allerdings gilt auch für diesen Dresdner, dessen Name geheim bleibt: Er muss einen tadellosen Leumund haben, gegen ihn darf nichts vorliegen und er darf sich nichts zuschulden kommen lassen.

Für die Ausgabe von Waffenbesitzkarten ist das Ordnungsamt zuständig. Es prüft die Zuverlässigkeit des Antragsstellers, unter anderen wird im Bundeszentralregister erfragt, ob der potenzielle Waffenbesitzer dort bekannt ist. "In den letzten fünf Jahren darf kein Straf- und Ermittlungsverfahren gegen den Betreffenden eingeleitet worden sein", so die Stadt.

Allein die WBK genügt aber noch nicht, um eine scharfe Waffe kaufen zu dürfen. Dazu muss zusätzlich das Bedürfnis nachgewiesen werden, eine Waffe zu besitzen. Jäger legen einen Jagdschein vor, Sportschützen müssen sich die Mitgliedschaft in einem Schützenverein nachweisen lassen, gefährdete Personen ihre Gefährdung begründen. "Es wird darauf hingewiesen, dass die Anforderungen an die Gefährdung sowie die Erforderlichkeit ... des Waffenbesitzes zur Gefahrenabwehr ... sehr hoch sind", schränkte Anke Hoffmann ein. Kurz ausgedrückt: Wer meint gefährdet zu sein, muss dies wasserdicht nachweisen und dann auch zu dem Personenkreis gehören, dem die Verwaltung den verantwortungsvollen Umgang mit einer scharfen Waffen zutraut.

Indes ist es nicht einfach, eine solche Waffe in Dresden auch zu kaufen. Die Zahl der Waffenläden ist in den vergangenen fünf Jahren weiter gesunken. Gab es in Dresden 2007 noch vier Waffengeschäfte, sind aktuell noch zwei übrig: Die "Laubegaster Wache", in der allerdings keine scharfen Waffen zu haben sind, und das "Briesnitzer Arsenal", in dem genau solche Waffen im Mittelpunkt stehen und das auch über einen eigenen Schießkeller verfügt.

Keiner der Dresdner Waffenhändler hatte in der vergangenen Woche Zeit für ein Interview. Dabei verwiesen beide, Bert Stötzer aus Laubegast und Uwe Kalies, auf die Waffen- und Outdoormesse IWA in Nürnberg, die am vergangenen Wochenende stattfand.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.03.2014

Christoph Springer

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