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Mediziner an Uniklinik Dresden suchen Teilnehmer für Schlafstudie

Forschung Mediziner an Uniklinik Dresden suchen Teilnehmer für Schlafstudie

Wer schon immer mal sein Gedächtnis testen wollte, hat dazu jetzt eine besondere Gelegenheit. Mediziner an der Uniklinik Dresden suchen Menschen zwischen 45 und 75 Jahren für eine Studie zum Zusammenhang zwischen Schlaf und Gehirnfunktion.

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Auch MRT-Untersuchungen gehören zur Schlafstudie.
 

Quelle: Archiv/dpa

Dresden. Wer schon immer mal sein Gedächtnis testen wollte, hat dazu jetzt eine besondere Gelegenheit. Mediziner des Uniklinikums Dresden suchen Menschen zwischen 45 und 75 Jahren für eine Studie, die den Zusammenhang zwischen Schlaf und Gehirnfunktion untersucht. „Wir wollen untersuchen, welchen Zusammenhang es zwischen Schlafstörungen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz oder Parkinson gibt“, erklärt der ärztliche Studienleiter Dr. med. Moritz Brandt gegenüber DNN.

Die Studie besteht aus mehreren Abschnitten. Teilnehmer müssen sich bei einem der Tests Worte einprägen und wiederholen, Unregelmäßigkeiten in Symbolreihen erkennen oder auch Zahlenreihen erinnern. Dann verbringen sie eine Nacht im Schlaflabor. Davor und danach machen die Forscher zwei längere MRT-Untersuchungen. Medikamente müssen nicht eingenommen werden, außer vielen aufgeklebten Elektroden für die Überwachung des Schlafes sind keine weiteren Unannehmlichkeiten zu überstehen.

Den Medizinern geht es aber um mehr als die Einschätzung der Gedächtnisleistung der Studienteilnehmer. Die Experten wissen, dass in Europa 30 bis 50 Prozent der Menschen über 65 Jahre an Schlafstörungen leiden. Dass eine „schlechte Nacht“ am folgenden Tag ihre Spuren bei Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit hinterlässt, hat wahrscheinlich jeder schon mal gemerkt. In wieweit jedoch chronische Veränderungen des Schlafes zu langfristigen und teils dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, wird gegenwärtig noch intensiv erforscht. Zahlreiche Studien haben laut Brandt bereits gezeigt, dass Schlafstörungen gehäuft bei Patienten mit Alzheimer-Demenz oder Parkinson auftreten. Es mehrten sich zudem die Erkenntnisse, wonach Schlafstörungen schon sehr früh bei demenziellen Erkrankungen auftreten und zudem den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.

Ein besonderer Fokus der Studie liegt auf der Untersuchung der hirnelektrischen Aktivität während des Tiefschlafes. Die Ärzte gehen dabei der Frage nach, in wieweit sich diese Aktivitäten bei Patienten mit einer leichten Gedächtnisstörung – sie gilt als mögliche Vorstufe einer Alzheimer-Demenz – verändern. Erkenntnisse aus dieser Studie sollen Hinweise auf die Mechanismen liefern, die zu Gedächtnisstörungen führen können. Dazu ist es notwendig, auch Daten von Probanden zu erheben, die nicht an Schlafstörungen leiden. Die Wissenschaftler erhoffen von der Studie wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze.

Für die Pilotstudie sucht das Team um Doktor Brandt gesunde Kontrollpersonen zwischen 45 und 75 Jahren, die keine Schlaf- oder Gedächtnisstörungen haben, aber auch Patienten mit leichter Einschränkung der Gedächtnisfunktion, welche sich zunächst in der Universitäts-Gedächtnisambulanz vorstellen sollten. Alle Ergebnisse unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht sowie dem Datenschutz und werden nur anonymisiert von den Forschern weiterverwendet.

Interessenten melden sich bei Franziska Helling mittwochs (9 bis 14 Uhr) und donnerstags (9 bis 15 Uhr) unter Telefon 0351-4582372.

Von Ingolf Pleil

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