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Maximilian Krah verlässt die Dresdner CDU

Ein Fax an den Kreisvorstand Maximilian Krah verlässt die Dresdner CDU

Erst fiel er auf durch umstrittene Twitter-Nachrichten – nun zog Maximilian Krah die Konsequenzen aus seinem Frust an der Partei.

In der CDU findet sich Maximilian Krah mit seinen politischen Positionen nicht mehr wieder.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Eigentlich hatte Maximilian Krah am Freitag einen zweiten Anlauf nehmen wollen, um für die Dresdner CDU ein Bundestagsmandat zu erringen. Doch dazu kommt es nun nicht. Am Montag erklärte der CDU-Mann überraschend seinen Austritt aus der Partei – per Fax an den Kreisverband.

Er schrieb, dass er die Positionen, die die CDU früher vertreten habe, in der Partei nicht mehr erkennen könne. Auch die verheerenden Wahlniederlagen in Mecklenburg und in Berlin hätten „nicht zu einem Umdenken in der Parteiführung“ geführt. Er verlasse „mit Wehmut, aber aus Überzeugung die CDU, deren Politik ich nicht mehr mittragen kann“. Krah sei damit einem Parteiausschlussverfahren zuvorgekommen, erklärte der Kreisvorstand am Abend – wegen einer Website, „auf der Krah als Mitinitiator offen zum Austritt aus der CDU aufruft“.

Auf der Website www.cdu-austritt.de heißt es: „Mit der Entscheidung der Bundesvorsitzenden, trotz der Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an ihrer Politik der offenen Grenzen festzuhalten und Obergrenzen für Zuwanderung abzulehnen, muss jedem, der aus christdemokratischer Überzeugung und demokratischem Patriotismus in der CDU für eine andere Politik streitet, eines klar sein: Es ist vorbei. Der Kampf ist aussichtslos. Er ist nur mehr ein Feigenblatt für eine Politik, die seinen Werten und Interessen widerspricht.“

Krah gehörte bislang dem Kreisvorstand der CDU an und ist Vorsitzender des Ortsverbandes Zschachwitz. Schon Ende Juli hatte er mit einer Twitter-Nachricht einen Sturm der Entrüstung im Internet ausgelöst. „Die Willkommenkultur ist tödlich“, hatte er damals getwittert. Daraufhin hatte auch die Dresdner CDU ein Gespräch darüber im Kreisvorstand angekündigt. Im Landtag kursiert angeblich die Vermutung, dass Krah eventuell für die AfD antreten könnte. (mit dpa)

Von Bernd Hempelmann

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