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Max-Planck-Institut freut sich über Ehrung als "familienfreundlichstes Unternehmen" Dresdens

Max-Planck-Institut freut sich über Ehrung als "familienfreundlichstes Unternehmen" Dresdens

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Dieses alte Sprichwort greift am Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in zweierlei Hinsicht.

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Mutter und Tochter bei der Arbeit: Projektleiterin Anja Glenk darf ihre Tochter Matilda mit ins Büro nehmen und auch von zu Hause arbeiten. Sie arbeitet am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in der Johannstadt. Das Forschungsinstitut wird jetzt als "familienfreundlichstes Unternehmen Dresdens" ausgezeichnet.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Katrin Tominski

In dem hochmodernen Forschungstrakt in der Johannstadt dreht sich einerseits vieles um Vererbungslehre. Gleichsam treten die Kinder der Max-Planck-Wissenschaftler schon früh in die Fußstapfen der Eltern. Denn hier gilt das Motto: Frisch gebackene Mütter und Väter sind und bleiben Teil des Instituts. Die traditionellen Grenzen schwinden. "Warum sollen die Eltern während ihrer Babypause isoliert sein", argumentiert Tony Hyman, Leiter des Forschungsinstituts. Eltern könnten mit flexiblen Modellen schon früh wieder einsteigen. Wenn sie möchten, mit nur wenigen Stunden in der Woche. Sie können ihre Kinder mit ins Büro nehmen oder auch von zu Hause arbeiten. "Wichtig ist bei uns nicht die Arbeitsweise, sondern das Ergebnis", erklärt Sprecher Florian Frisch.

Für sein Konzept wird das renommierte Forschungsinstitut jetzt mit dem Innovationspreis "Familienfreundlichstes Unternehmen Dresdens" ausgezeichnet. Am 19. November übergibt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) als Auszeichnung die Bronzeplastik der Künstlerin Malgorzata Chodakowska. Das Institut habe sich mit der Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" klar für die Familie bekannt, argumentiert die Jury. Zudem seien die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, ausgesprochen familienfreundlich. Die Vertreter der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Drewag, des Dresdner Wirtschaftsbeirates sowie Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) und OB Orosz hatten die Bewerbungen von insgesamt zehn Unternehmen auf ihre Familientauglichkeit getestet. Sie lobten auch die Kinderbetreuung des Forschungsinstituts, das 54 eigene Kita-Plätze bereitstellt.

"Diese Kita war für mich die Rettung und eine unheimliche Erleichterung", erinnert sich die alleinerziehende Mutter Anja Glenk. "Ohne Betreuung hätte ich damals nicht arbeiten können und Hartz IV beantragen müssen." Die Projektleiterin ist nach der Geburt ihrer Tochter Matilda bereits nach drei Monaten etappenweise wieder eingestiegen. "Das war für mich wichtig, da ich ja nur ein Einkommen hatte." Mit Stillraum und der Unterstützung der vielen anderen Eltern am Institut sei das jedoch kein Problem gewesen. Selbst zu Feierlichkeiten würde immer eine Kinderbetreuung angeboten. Mittlerweile ist die vierjährige Matilda bekannt am Institut. Manchmal sitzt sie mit im Büro, ganz die Mutter, mit Laptop und Stift.

Insgesamt haben über ein Viertel aller 400 Mitarbeiter des Instituts 240 Kinder. "Alle wundern sich immer, warum die Deutschen so wenig Kinder bekommen", resümiert Direktor Hyman. "Doch wenn die Bedingungen gut sind, steigen auch die Geburtenzahlen. Hyman selbst hat nach der Gründung des Instituts als junger Vater den Kita-Bereich mit aufgebaut. "Für mich ist der Preis deswegen eine große Ehre", sagte der Direktor. Aber noch etwa sei wichtig dabei. "Mit dieser Unterstützung konnte meine Frau weiter arbeiten und war nicht gezwungen, ihre Karriere als Wissenschaftlerin aufzugeben."

Am Montag wurde übrigens am Uniklinikum das 2000. Baby in diesem Jahr geboren. Die Mutter - wie sollte es anders sein - arbeitet am Max-Planck-Institut in der Johannstadt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2012

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