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Mauerstück schwimmt auf Elbe in Dresden

Kunstaktion auf der Elbe Mauerstück schwimmt auf Elbe in Dresden

Anlässlich des Jahrestages des Mauerfalles wird die Elbe vor der Dresdner Altstadt am Mittwochnachmittag zum Schauplatz einer Kunstperformance. Der Berliner Künstler Hans Martin Fleischer lässt ein originalgetreu aus Plastik nachgegossenes Stück der Berliner Mauer auf der Elbe schwimmen.

Am Mittwochabend wird das Mauerstück über die Elbe gezogen. Dieses Bild stammt von der „Generalprobe“ am Dienstag.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Anlässlich des Jahrestages des Mauerfalles wird die Elbe vor der Dresdner Altstadt am Mittwochnachmittag zum Schauplatz einer Kunstperformance. Der Berliner Künstler Hans Martin Fleischer lässt ein originalgetreu aus Plastik nachgegossenes Stück der Berliner Mauer auf der Elbe schwimmen. Dresden reiht sich damit in einer langen Reihe von 15 Städten, wie Paris, Kiew, Oslo, Amsterdam oder Kopenhagen ein, in denen das Kunstwerk bereits am 9. November Station machte. Immer waren die Betrachter aufgerufen, sich auf der Mauer zu verewigen. Auch in Dresden wird das vor dem zu Wasser lassen möglich sein. So handelt es sich um ein Kunstwerk, dass sich permanent ändert. Für den Künstler ist das Mauerstück nicht nur eine Erinnerung an den Mauerfall, sondern im Laufe der Jahre zu einem „universellen Friedenssymbol“ geworden.

„Es handelte sich ursprünglich um ein Fotoprojekt, das ich im Jahr 2001 begonnen habe. Dieses Stück wurde zunächst an den originalen Standorten der Mauer in Berlin fotografiert, die heute nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen sind. Dann ging es darum, das Projekt in die Welt zu tragen und die Menschen interaktiv zu beteiligen“, erklärt Fleischer.

Speziell in Dresden sei der Künstler beim diesjährigen Tag des Mauerfalles, um auf die Situation der im Mittelmeer ertrinkenden Flüchtlinge aufmerksam zu machen. „Wir lassen die Menschen teilweise einfach sterben. Wie kann so etwas geschehen? Es darf nicht sein, dass von der Politik Situationen geschaffen werden, in denen die einfachsten humanitären Grundsätze außer Kraft gesetzt werden“, sagt Fleischer.

Deshalb will er mit der Aktion den Dresdner Verein Mission Lifeline unterstützen. Der sammelt Spenden für ein Schiff, das im Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken retten soll (DNN berichteten). Die Kosten sind hoch: Mit etwa 150 000 Euro schlägt die Anschaffung des Schiffes zu Buche, der Betrieb würde 30 000 Euro im Monat verschlingen. Mit dem schwimmenden Mauerstück sollen die Dresdner zum Spenden für den Verein animiert werden. „Ich sehe eine deutliche Parallele zwischen der Mauer, die 89 gefallen ist, und der jetzigen europäischen Grenze, die zum Tod so vieler Menschen führt“, erklärt Fleischer und fügt hinzu, „es geht für mich um Gerechtigkeit. Diese ist entweder absolut und gilt für alle oder es ist eben keine. Solch ein Projekt zu unterstützen ist mit eine Herzensangelegenheit.“

Das Mauerstück kann ab 15.30 Uhr am Königsufer besichtigt und bemalt werden. Pünktlich um 18.57 Uhr, dem Zeitpunkt der Pressekonferenz mit Günter Schabowski, wird das Kunstwerk mit einem Motorboot über die Elbe gezogen.

Informationen zu Spenden an Mission Lifeline: www.seenotrettung.info

Von hh

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