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Massive Drohungen gegen das Café Aha

"...vielleicht ein Benzinfeuerzeug fallenlassen" Massive Drohungen gegen das Café Aha

"Reingehen und aus Versehen Sachen fallenlassen", vielleicht auch ein Benzinfeuerzeug, "wenn vorher fair gehandelter Rum von glücklichen kubanischen Negern umgefallen ist". Diese Aufforderung zur Brandstiftung steht im Internet auf einer Seite, auf der Rechtsextreme ihre Ansichten veröffentlichen.

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Quelle: sl

Dresden. "Reingehen und aus Versehen Sachen fallenlassen", vielleicht auch ein Benzinfeuerzeug, "wenn vorher fair gehandelter Rum von glücklichen kubanischen Negern umgefallen ist". Diese Aufforderung zur Brandstiftung steht im Internet auf einer Seite, auf der Rechtsextreme ihre Ansichten veröffentlichen. Sie zielt auf das Café Aha an der Kreuzstraße. Dessen Betreiberin Claudia Greifenhahn hatte in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) appelliert, dem islam- und asylfeindlichen Pegida-Bündnis nicht mehr so viel öffentlichen Raum zu lassen. Greifenhahns öffentliche Äußerung führte am vergangenen Montag zu einer Wortmeldung in dem rechten Internetportal. Dort beantwortet ein angeblicher Passant ihre Kritik mit ähnlichen Äußerungen und fordert den Oberbürgermeister dazu auf, das Café samt angegliedertem Geschäft zu schließen. "Der Passant fühlt sich belästigt, denn ihm missfällt das One-World-Geschäft und er nutzt auch nicht dessen Cafe", heißt es wörtlich in dem Text. Darunter finden sich mehrere Kommentare. Auch der mit der Aufforderung zur Brandstiftung.

Claudia Greifenhahn ficht das nicht an. Sie bleibt bei ihrer Forderung. Menschen, die ihre Ansicht teilen, haben ihr den rechten Text zugeschickt. "Angst? Angst ist ein schlechter Berater", kommentiert sie die unverhohlenen Drohungen in den Kommentaren. "Wir haben uns gemeinschaftlich darauf geeinigt, dass wir nichts tun und alle keine Angst haben", berichtet Claudia Greifenhahn von Gesprächen mit ihren Mitarbeitern. "Wir gehen gelassen damit um." Auch an eine Anzeige bei der Polizei denkt sie nicht. "Der Text ist nicht direkt an uns geschickt worden. Er steht auf einer rechten Seite, die ich normalerweise nicht zur Kenntnis nehme", sagt Greifenhahn.

Auch potenzielle Cafégäste haben reagiert: "Leute haben Tische abbestellt, andere haben dafür reserviert", berichtet Claudia Greifenhahn von Tadel und Lob. Es gebe "sehr viele Anfeindungen, aber eher von Leuten, die nicht aus Dresden sind". Auf der anderen Seite gab es aber noch viel mehr Unterstützung, so die Café- und Ladenchefin. Und es haben sich bei ihr Ladenbesitzer gemeldet, die auch unter den Pegida-Aufmärschen leiden. Zwei hätten ähnliche Briefe an die Stadt geschrieben - es gab "ausweichende Antworten". Letztlich hat Claudia Greifenhahn vor allem überrascht, welch "Riesenkreise" ihre Aktion gezogen hat.

Christoph Springer

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In einem offenen Brief appelliert Claudia Greifenhahn vom Café Aha an Oberbürgermeister Dirk Hilbert dem fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis nicht mehr so viel öffentlichen Raum einzuräumen.

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