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Magen-Darm-Erkrankungen: In Nordsachsen steigt die Zahl der Erkrankten leicht an

Magen-Darm-Erkrankungen: In Nordsachsen steigt die Zahl der Erkrankten leicht an

Nach tausenden Magen-Darm-Erkrankungen ist am Montag in vielen ostdeutschen Schulen und Kindergärten kein Essen der Catering-Firma Sodexo auf den Tisch gekommen.

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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren: Eine Infektion läuft meist kurz und heftig ab.

Quelle: Robert-Koch-Institut

Während Einrichtungen in Berlin und Thüringen auf die in Verdacht geratene Kost verzichteten, stieg in Nordsachsen die Zahl der Erkrankungen leicht an.

Noch war die Ursache für den Ausbruch, der vor allem Kinder traf, unklar. Von den 38 neuen Fällen aus dem Landkreis Nordsachsen seien in 23 Fällen hochansteckende Noroviren nachgewiesen worden. Neben diesen Erregern stehen auch bestimmte Gift-bildende Bakterien im Verdacht, Schuld an den Erkrankungen zu sein. Neue Zahlen und Erkenntnisse könnte ein aktueller Lagebericht bringen, den das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) am Nachmittag veröffentlichen wollte.

Ob dann die Ursache genannt werden könne, stehe noch nicht fest, sagte eine RKI-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Auch ein Sprecher des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sagte, es sei „noch alles offen“. Experten aus Bund und Ländern gehen bislang davon aus, dass ein kontaminiertes Lebensmittel beziehungsweise eine Charge einer Lieferung der Auslöser war.Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung wollte mit der Firma Sodexo verhandeln, ob die Essens-Lieferungen in den kommenden Tagen wieder aufgenommen werden. Eine Mitarbeiterin der Verwaltung sagte der dpa, dass die Erzieher der betroffenen Kitas und Schulen die Erlaubnis hätten, Essen für zwei Euro pro Kind zu kaufen. In Berlin sind derzeit Herbstferien, die Schulen betreuen aber einige Kinder in Horten.

Die Verwaltung empfahl Eltern weiterhin, ihren Kindern Essen mitzugeben. Die betroffenen Einrichtungen wurden alle von Küchen der Firma Sodexo beliefert. Ein Sprecher hatte am Sonntag erklärt, dass es im Produktionsprozess keine Ungereimtheiten gebe. Am Montag lag noch keine Äußerung der Firma vor. In Thüringen untersagte eine Amtsärztin dem Anbieter bis auf weiteres, in einer Suhler Großküche das Essen zu kochen, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung mitteilte.

In einer Mitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hieß es, „von besonderer Bedeutung ist der Zeitraum vom 25. bis zum 28. September“. Demnach seien die meisten Kinder bereits am vergangenen Mittwoch und Donnerstag erkrankt. Bis Sonntag waren insgesamt 8365 Fälle gemeldet worden. RKI-Angaben zufolge bestehe auch „kein Hinweis auf eine nennenswerte Anzahl von Sekundärinfektionen“.

Um die Ursache so schnell wie möglich zu finden und den Ausbruch der Magen-Darm-Erkrankungen zu stoppen, war eine Task Force unter Federführung des BVL eingerichtet worden. Beteiligt sind auch das RKI, das BfR und Vertreter der zuständigen Länderbehörden.

dpa

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