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Made in Dresden - „Mellow“ macht Surfen auf dem Asphalt möglich

Made in Dresden - „Mellow“ macht Surfen auf dem Asphalt möglich

Bretter mit vier Rollen sind schon seit Jahrzehnten bei Jung und Alt sehr beliebt. Das Projekt „Mellow“ bringt den Board-Sport nun auf ein neues Level und verwandelt jedes Lieblingsbrett innerhalb weniger Minuten zu einem elektrisch angetriebenen Skateboard.

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Das Mellow-Team: Christoph Schreiber, Fabian Neumüller, Johannes Schewe, Paul Weiß, Kilian Green, Ben Schewe (v.l.) und Simon Rudat (vorn).

  „Die Idee des elektrischen Skateboards ist im Prinzip nicht neu“, erklärt Christoph Schreiber, „Mellow“-Mitentwickler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden. „Wir haben allerdings einen Antrieb entwickelt, der an jedes Board angebaut werden kann. Der Vorteil ist also, dass man sich nicht ein komplett neues Brett kaufen muss, sondern einfach die Achse auswechseln kann.“ An der TU Dresden holte Schreiber dann die Maschinenbau-Studenten Fabian Neumüller und Paul Weiß mit ins Boot. „Wir fahren selber viel Skateboard und Surfen auch jedes Jahr. Somit ist dieses Projekt genau das richtige für uns“, erzählt der 24-jährige Fabian Neumüller. 

Vor knapp einem Jahr setzten die drei Dresdner sich dann mit dem Chemnitzer Johannes Schewe, von dem die Ursprungsidee kommt, zusammen und gestalteten das Konzept von „Mellow“ grundlegend mit. Das technische Know-How brachte der leidenschaftliche Surfer und Mechatronik-Ingenieur Kilian Green mit. Nach jahrelangem Entwickeln und Probieren ist „Mellow“ als eines der ersten deutschen Projekte auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter im Mai dieses Jahres endlich online gegangen.  

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Christopher Vasquez aus Costa Rica war eindeutig ein Skateboard-Profi. Er raste mit Mellow durch die Neustadtmengen.

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Dort können Privatleute das Projekt mit Summen von 5 bis 5.000 Euro unterstützen und erhalten je nach Höhe der Spende eine Belohnung. „Um die Serienproduktion starten zu können, haben wir mindestens 100.000 Euro benötigt. Mittlerweile stehen wir bei über 250.000 Euro. Wir sind überwältigt“, berichtet Christoph Schreiber freudig. „Es zeigt uns, dass die Leute an das Projekt glauben und die Idee gut finden“, fügt der 24-jährige Fabian Neumüller hinzu.  

Ein mit „Mellow“ angetriebenes Board fährt durch den im Rad sitzenden Motor sehr leise und mit wenig Reibung. „Man muss das Board  nur einmal antreten und kann dann eine Geschwindigkeit ununterbrochen fahren, ohne langsamer zu werden“, erklärt der 25-jährige Paul Weiß. Mit einer eigens entwickelten Fernbedienung kann das Board auch gebremst werden, wobei sogar Energie zurück gewonnen und der Akku gleichzeitig aufgeladen wird. „Mellow kann eine Spitzengeschwindigkeit von 40 km/h erreichen. Das empfehlen wir Fahranfängern jedoch erstmal nicht auszuprobieren“, lacht Schreiber. Auch Städtetrips sind mit dem Antrieb möglich, denn mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm ist der Akku sehr handlich und kann problemlos mit ein Flugzeug genommen werden.  

Am Donnerstag war das Team von „Mellow“ mit seinen Prototypen im Großen Garten und in der Dresdner Neustadt unterwegs, wo sicher jeder im Asphalt-Surfen ausprobieren durfte. „Ich bin noch nie Skateboard gefahren und war am Anfang etwas wacklig auf den Beinen, aber es macht einfach riesigen Spaß“, erzählt der 32-jährige Sebastian Köhn, der das „Mellow“-Board am Abend in der Dresdner Neustadt zum Test fuhr.  

Noch bis zum 11. Juni kann jeder „Mellow“ auf Kickstarter unterstützen und den elektrischen Antrieb sogar für sein eigenes Brett vorbestellen.

Hinweis der Redaktion: Wie DNN-Online leider erst nach Veröffentlichung des Textes erfuhr, gibt es zwischen Mellow und der Firma „EMEC Prototyping GmbH“ aus Dresden einen Streit. Laut EMEC wurde der Antrieb des neuen Boards nicht von Mellow entwickelt sondern bereits 2012 von EMEC Prototyping. Laut Melow wurde die Firma tatsächlich beauftragt, als Dienstleister einen ersten Prototypen zu bauen." Nach ersten Angaben von EMEC-Prototyping gab es zwei Generationen von Prototypen und über die Entwicklung hinaus war auch eine gemeinsame Verwertung geplant, die nun nicht stattfindet.

Wiebke Theuer

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