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MDR prüft Kauf des Dresdner Landesfunkhauses

MDR prüft Kauf des Dresdner Landesfunkhauses

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR)prüft den Kauf des Landesfunkhauses in Dresden. Der Sender will "Ende 2014 mit ersten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen beginnen".

Das teilte die Drei-Länder-Anstalt den zuständigen drei Rechnungshöfen für einen Prüfbericht zur wirtschaftlichen Lage mit, der dem Landtag in Dresden vorliegt. Auch für die Funkhäuser in Magdeburg, Erfurt und Halle gibt es entsprechende Optionen.

Damit würde ein jahrelanger Streit zwischen den Finanzprüfern und der Rundfunkanstalt endgültig zu den Akten gelegt. Der MDR hatte für seinen Aufbau nach der Wende von den westlichen Anstalten eine Anschubfinanzierung von 580 Millionen D-Mark auch für die Errichtung der Funkhäuser erhalten. Der Sender legte den größten Teil des Geldes jedoch auf die hohe Kante und schuf für die Gebäude eine Leasing-Konstruktion. Er baute also nicht selbst, sondern zahlte für die Nutzung beispielsweise des Landesfunkhauses in Dresden eine Leasinggebühr.

Nach früheren Einschätzungen der Rechnungshöfe stellen solche Lösungen "häufig nicht die wirtschaftlichste Variante dar" und könnten infolge laufender Zahlungen "zu erheblichen und zunehmenden Belastungen in künftigen Wirtschaftsjahren" führen. Seit Ende der 1990-er Jahre gab es deshalb immer wieder Streit zwischen Prüfern und Anstalt.

Diesen Streit wollen die Prüfer jetzt nicht wieder aufwärmen. Sie begrüßen, dass der Sender die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen anstellt und wahrscheinlich die Kaufoption ziehen wird. Dieses Ziel hat er auch jetzt ausgegeben. Für das Landesfunkhaus in Dresden muss sich der Sender bis 30. Juni 2016 entscheiden. Für 9,9 Millionen Euro wäre dann ein Kauf zum 30. Juni 2019 möglich. Das Grundstück gehört dem Sender bereits. Die Gebäude wurden per Erbbaurecht errichtet.

Geld für den Kauf ist vorhanden. Der Sender hat mit anstaltseigenem Kapital von rund 310 Millionen und Gewinnrücklagen von 132 Millionen Euro eine Eigenkapitalquote von 44,9 Prozent (Ende 2011). Das liegt deutlich über den Quoten beim Bayrischen Rundfunk (19,2 Prozent) oder dem Hessischen Rundfunk (1 Prozent). Die gute wirtschaftliche Lage des MDR habe in der Vergangenheit auf steigenen Gebührenerträgen beruht. Ursprünglich geplante Einsparungen von 115 Millionen Euro für die Jahre 2011 bis 2016 seien deshalb auf 54,7 Millionen Euro reduziert worden, schreiben die Prüfer. Der Sender stellte jedoch gegenüber den Rechnungshöfen mit, dass er bereits langfristig weitere Aufwandsreduzierungen plane.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.12.2014

Ingolf Pleil

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