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MDR: Hubschraubereinsatz bei Roland Kaiser kostete 20.000 Euro

Ärgernis bei Schlager-Event MDR: Hubschraubereinsatz bei Roland Kaiser kostete 20.000 Euro

Gleich zwei Mal hat Schlagersänger Roland Kaiser am Wochenende jeweils mehr als 10.000 Fans begeistert. Doch am Samstag sorgte die „Kaisermania“ auch für einigen Ärger. Grund dafür war ein Hubschrauber des MDR.

Mehr als 40.000 Fans bei vier Konzerten: Das ist die "Kaisermania" in Dresden

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Gleich zwei Mal hat Schlagersänger Roland Kaiser am Wochenende jeweils mehr als 10.000 Fans begeistert. Doch am Samstag sorgte die „Kaisermania“ auch für einigen Ärger. Grund dafür war ein Hubschrauber des MDR.

Der Sender hatte das Konzert am Samstagabend live übertragen. Inklusive Vor- und Nachberichterstattung flimmerte für mehr als vier Stunden „der Kaiser“ über die Bildschirme. Dabei wurde auch aus der Luft gefilmt, was einige Konzertbesucher und Anwohner zum Schimpfen brachte. Es sei um Bilder gegangen, für die eine Drohne nicht ausgereicht hätte, rechtfertigt sich der Sender.

Vor ausverkauften Rängen bei den Filmnächten am Elbufer begeisterte Roland Kaiser am Freitagabend das Publikum.

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„Ich fands furchtbar“, machte eine Besucherin im Nachhinein ihrem Ärger Luft. „Definitiv kein Heli mehr, weiß nicht warum man das als Anwohner stundenlang ertragen muss“, so ein Anwohner. „Man hat kein bisschen was verstanden“ und „Der hat einfach nur genervt“, waren weitere Beschwerden im Nachhinein.

220.000 Euro Sendekosten

Wie der MDR auf DNN-Nachfrage mitteilte, kostete der Hubschrauberflug inklusive Technik und Personal rund 20.000 Euro. Dafür seien aber nicht nur Konzertbilder gedreht worden. Zusätzlich habe das Team in den 90 Minuten Flugzeit Material für eine Sendung zum Tag der Deutschen Einheit gesammelt. Für das gesamte Konzert habe der Sender rund 220.000 Euro ausgegeben. Das seien 814 Euro pro Sendeminute. Zum Vergleich: Die Tagesschau kostet rund 1800 Euro pro Minute, teilte der NDR vor einem Jahr mit. Für einen Tatort veranschlagte die ARD vor drei Jahren sogar rund 15.000 Euro pro Minute.

„Anspruch der Redaktion ist es, dieses in Sachsen einzigartige Großereignis von überregionaler Bedeutung in großen, würdigen und dem Ereignis angemessenen Bildern zu erzählen. Gerade in Zeiten, in denen Dresden weltweit immer wieder negative Schlagzeilen und Bilder produziert, war es der Redaktion ein wichtiges Anliegen, Bilder zu erzeugen, die ein ausgelassenes und fröhliches Miteinander und ein friedliches und buntes Dresden zeigen“, teilte der MDR mit und verweist zudem auf die hohen Einschaltquoten. Bis zu 1,25 Millionen Menschen hatten eingeschaltet. Im Sendegebiet habe die „Kaisermania“ einen Marktanteil von 16,2 Prozent gehabt.

„Die Gesamtstimmung vor Ort war deutlich positiv“, heißt es aus dem Sender. „Lärmbelästigungen hat der Pilot versucht, weitestgehend zu vermeiden. Sollten sich dennoch Konzertbesucher oder Anwohner belästigt gefühlt haben, tut uns das sehr leid.“

S. Lohse

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