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Luisa Herrmann ist Super-Informatik-Woman

Output.DD Luisa Herrmann ist Super-Informatik-Woman

Auf einer Projektmesse Output.DD haben Studenten der TU Dresden am Donnerstag ihre zukunftsweisenden Forschungsprojekte präsentiert. Am Rande der Messe zeichnete die Firma Saxonia Systems die 24-jährige Informatikerin Luisa Herrmann mit dem „Saxonia Woman Award“ aus

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Quelle: Heiko Weckbrodt

Dresden. Eigentlich wollte Luisa Herrmann Biotechnologie studieren. Doch daraus wurde nichts: „Den Informatik-Bachelor wollte ich ursprünglich nur machen, um dann den Biotech-Master dranhängen zu können“, erzählt die 24-Jährige, während sie einen Blumenstrauß und eine Bronze-Statue balanciert. „Bin aber in den Informatik hängengeblieben.“ Und das mit Bravour: Eben erst hat sie ihr Master-Studium an der TU Dresden mit 1,0 abgeschlossen.

Ihre Abschlussarbeit über mathematische Theoreme in der Automatentheorie war so exorbitant, dass das Dresdner Software-Unternehmen „Saxonia Systems“ die junge Frau am Donnerstag mit dem „Saxonia Woman Award“ 2016 ausgezeichnet hat. Die von Luisa Herrmann untersuchten Modelle könnten künftig zum Beispiel helfen, digitale Dolmetscher so zu verbessern, dass sie wirklich sinnvolle Sätze zustande bringen, wenn sie Texte vom Englischen ins Deutsche übersetzen. Und während andere in ihrem Alter Mathe scheuen wie der Teufel das Weihwasser, kann die junge Frau offensichtlich gar nicht genug von der Automatentheorie bekommen: Jetzt will sie noch eine Doktorarbeit draufsatteln. Was sie so an Mathe reize? „Rätsel lösen“, verrät sie.

Die Auszeichnung bekam die gebürtige Görlitzerin am Rande der studentischen Projektschau „Output.DD“. Dort führten Herrmanns Kommilitonen von der Informatik-Fakultät sowohl der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) wie auch dem TU-Rektor und Wirtschaftsvertretern ihre zukunftsweisenden Forschungsprojekte vor. Zu sehen war beispielsweise ein Simulator, in dem Fahrzeugkonstrukteure schon heute die Autos der Zukunft austesten können. Möglich macht dies ein Zusammenspiel aus Beamern, die den virtuellen Großstadtverkehr auf Leinwände projizieren, digitale Spiele-Brillen, mit denen der Pilot durch bloße Augenbewegungen sein Zukunftsauto steuern kann, sowie zahlreiche Sensoren und ein Cockpit.

Andere Studenten präsentierten intelligente Handschuhe, mit denen Arbeiter ganz intuitiv Industrieroboter für neue Arbeitsprozesse anlernen können. In einem Multimedia-Labor zeigten Nachwuchs-Akademiker moderne Schnittstellen zwischen Mensch und Maschinen: überdimensionale Bildschirmwände beispielsweise, die sich durch Smartphones am Ärmel oder durch bloße Bewegungen oder Gesten eines Menschen im Raum verändern lassen – ähnlich wie man dies von Supererfinder Tony Stark aus den „Iron Man“-Filmen kennt.

Bildunterschriften:

Luisa Herrmann hat den „Saxonia Special Woman Award“ 2016 gewonnen.

Studenten führen Ministerin Eva-Maria Stange ihre Forschungsprojekte vor.

Fotos (2): Heiko Weckbrodt

Von Heiko Weckbrodt

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