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Lokaltermin am Tag des deutschen Bieres: Die Dresdner Hausbrauerei Schwingenheuer

Lokaltermin am Tag des deutschen Bieres: Die Dresdner Hausbrauerei Schwingenheuer

Aus Hopfen, Hefe, Malz und Wasser braut Christian Schwingenheuer in seiner Neustädter Hausbrauerei Biere, die Elbhang Rot, Hufeisennase oder Wilder Mann heißen.

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Christian Schwingenheuer (li.) probiert "Neustadt Hell", während Brauer Werner Kappler am Maischbottich arbeitet.

Quelle: Dominik Brüggemann

Ein Blick hinter die Gemäuer an der Schönbrunnstraße zeigt, wie viel Arbeit in dem traditionsreichen Handwerk steckt. Schwingenheuer gehört laut dem Sächsischen Brauerbund zu den lediglich 26 Hausbrauereien im Freistaat. "Angefangen habe ich mit einigen Kochtöpfen im Gartengerätehaus meiner Eltern", so der 37-Jährige, der damals mit 16 zunächst wenig schmackhafte Biervariationen an seine Freunde verteilte.

Seitdem hat Schwingenheuer wirtschaftlich einige Überraschungen durchlebt: Sein Handel für Brauutensilien traf auf wenig Nachfrage, die angebotenen Bierseminare liefen schleppend und 2012 musste er aus finanziellen Gründen die Neustädter Traditionskneipe "Bautzner Tor" verkaufen. Doch in all den Jahren stieg die Nachfrage nach seinem Bier stetig. Einzig im vergangenen Jahr, seine ehemalige Kneipe blieb im Hochsommer zwei Monate dicht, sank der Gesamtabsatz der Hausbrauerei.

Inzwischen steht das handwerklich gebraute Bier im Fokus seiner Arbeit. "Zu Beginn kamen die Leute teils mit Gießkannen und verlangten nach Bier", erinnert er sich an die ersten Kunden. Mit neuen Tanks und einem großen Kühl- und Lagerraum im Industriegelände ist er nun bestens ausgestattet. Im Sommer setzen er und sein Brauer Werner Kappler zwei 900-Liter-Sude pro Woche im Maischbottich an. Nach drei bis zehn Wochen sind die sieben Biersorten ausgereift und für die Auslieferung bereit. "Die größte Nachfrage herrscht im Sommer und überraschenderweise zu Weihnachten", sagt er. Der Vertrieb des lokalen Bieres bereitet allerdings Probleme. "Die großen Brauereien dominieren den Markt. Da bekommt man kaum einen Fuß auf den Boden", erläutert er Forderungen der Wirte, die nur große Brauereien finanziell stemmen könnten. Um so schwieriger sei es, unabhängige Gastronomen zu finden, die ihr Getränkangebot erweitern möchten. Während Weinliebhaber meist aus einer langen Liste wählen können, stünden beim Bier meist nur zwei oder drei Produkte einer einzigen Brauerei auf der Karte.

Den Spaß an der Arbeit lässt sich Schwingenheuer jedoch nicht nehmen. "Die Qualitätskontrolle und das Experimentieren sind die schönsten Dinge dieses Handwerks." Als Ergebnis seiner Versuche präsentiert er im Mai zwei neue Biere. Das "Bio-Mittagsbier Working Class Edition" soll als leichtes Sommerbier die Kehle erfrischen. Hinzu kommt eine Rarität: Schwingenheuer legt ein Indian Pale Ale auf, das besonders herb daherkommt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2013

Dominik Brüggemann

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