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Lockwitzgrund: Ex-Fasskeller als Gesundheitsoase

Lockwitzgrund: Ex-Fasskeller als Gesundheitsoase

"Zur Eröffnung standen die Neugierigen in Dreierreihe Schlange. Wir sind bis heute gut besucht und es ist in jedem Fall besser, nicht auf gut Glück vorbei zu kommen, sondern vorher anzurufen und einen Termin zu vereinbaren", sagt Jens Kolb.

Von Catrin Steinbach

Der 37 Jahre alte Unternehmer betreibt seit Mitte Oktober 2011 in einem von insgesamt vier ehemaligen Fasskellern der Kelterei Lockwitzgrund erfolgreich einen Salzstollen. Geboten wird den Besuchern eine 300 Quadratmeter große Strandlandschaft und gute Luft.

Dass der Aufenthalt im Stollen Menschen mit Atemwegserkrankungen offenbar Linderung verschafft, darauf kam Jens Kolb durch Zufall. Er lädt nämlich schon seit mehreren Jahren in die "Unterirdischen Welten" im Lockwitzgrund zu Comedy- und Tanzveranstaltungen sowie zu Konzerten ein, stellt des Weiteren die Stollen für Firmenveranstaltungen, aber auch private Festlichkeiten zur Verfügung.

"Immer wieder sagten mir Besucher, dass es ihnen nach einem längeren Aufenthalt in den Stollen gesundheitlich besser gehe. Als auch die asthmatischen Beschwerden eines Barkeepers zurückgingen und die Heuschnupfen-Symptome im Stollen verschwanden, da habe ich begonnen, mich mit dem Thema Höhlentherapie, Salzstollen usw. zu befassen", erzählt der gebürtige Dresdner. So kam eines zum anderen. Doch es dauerte noch drei Jahre, bis alle behördlichen Genehmigungen vorlagen und aus dem neuen unternehmerischen Projekt, in das Jens Kolb nach eigenen Angaben einen sechsstelligen Betrag investierte, Wirklichkeit wurde.

"Gesund ist der Aufenthalt in diesem Stollen, weil dort ganzjährig eine konstante Temperatur von 11, maximal 12 Grad Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 95 Prozent herrschen", weiß Jens Kolb. Zudem werde der Stollen durch seine Bauweise natürlich belüftet. Kolb hat in dem Stollen 30 Tonnen speziellen Sand aufgeschüttet, Liegestühle aufgestellt und alles stimmungsvoll beleuchtet. Er baute ein mit Meersalz angereichertes Wasserbecken mit Wasserfall, zwei große Steinsalzwasserfälle sowie vier Gradierwerke ein. Über Sanddornzweige rieselnde Sole wird die Luft in der Nähe des Gradierwerks mit Salz angereichert, die Wassertröpfchen binden Staubpartikel in der Luft.

"Ein wesentlicher Unterschied unserer "Höhle" zu einer "Salzgrotte" besteht darin, dass eine maximale Reinheit der Atemluft herrscht", schreibt Jens Kolb auf sei- ner Internetseite. Und: Die Höhlentherapie sei geeignet u.a. bei Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis, Heuschnupfen, Infektanfälligkeit, chronischer Nasennebenhöhlenentzündung, Schlafstörungen, Stressbewältigung und Entspannung und stärke die Abwehrkräfte, wirbt Kolb weiter.

"Aus lungenfachärztlicher Sicht ist der Aufenthalt in einer solchen Höhle mit kühler, feuchter, allergenarmer Luft als begleitende Maßnahme für die Behandlung von Asthma, chronischer Bronchitis oder auch Heuschnupfen zu begrüßen", sagt Privatdozent Dr. Christian Vogelberg, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpneumologie und Allergologie am Dresdner Uniklinikum. "Allerdings darf man nicht zu viel erwarten. Mit einem mehrwöchigen Kuraufenthalt ist der Besuch des Salzstollens nicht zu vergleichen. Und eine adäquate medikamentöse Therapie ersetzt sie auf keinen Fall." Der Facharzt vermisst eine Raumluftanalyse im Internetauftritt und Angaben, in welcher Konzentration die Salzanreicherung der Luft vorliegt. "Pseudokrupp und Keuchhusten kann man nicht mit einer Höhlenthe- rapie lindern", informiert Dr. Vogelberg. "Die nutzt da gar nichts. Denn beides sind akute, durch Viren bzw. Bakterien verursachte Erkrankungen, die eine medikamentöse Behandlung erfordern."

Damit der Aufenthalt im Salzstollen nicht nur Balsam für die Lunge, sondern auch für die Seele ist, lässt Jens Kolb nie mehr als zehn Besucher in den Salzstollen ein. "Man soll dort seine Ruhe haben und entspannen können." Seit neuestem werden im Salzstollen auch Yogakurse und Atemübungen angeboten.

Salzstollen Dresden, Lockwitzgrund 38, Tel.: 0351/27 29 18 11; Öffnungszeiten: Di./Mi. 10-18.30 Uhr, Do. 10-20 Uhr, Sa. 10-15 Uhr; Kinderstunde Di. und Sa. jeweils ab 15 Uhr (nur mit telefonischer Voranmeldung); Preis: 10 Euro für 1 Stunde/Erwachsene; diverse Angebote und weitere Informationen unter www.salzstollen-dresden.de

Die DNN verlosen 3 mal zwei Personen je eine Stunde Aufenthalt im Salzstollen. Wenn Sie gewinnen möchten, dann schreiben Sie an die DNN-Lokalredaktion, Catrin Steinbach, Hauptstr. 21, 01097 Dresden oder an lokales@dnn.de; Kennwort: Salzstollen. Einsendeschluss ist der 8. Februar. Mitarbeiter und deren Angehörige dürfen nicht daran teilnehmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2012

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