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Linke fürchtet Probleme für Kommunen durch Rechtsanspruch auf Kita-Plätze

Linke fürchtet Probleme für Kommunen durch Rechtsanspruch auf Kita-Plätze

Die Ausweitung des Rechtsanspruches auf Kita- Plätze wird nach Ansicht der Linken auch in Sachsen Kommunen vor Probleme stellen. Vom 1. August 2013 an gilt ein solcher Anspruch schon für Kinder ab dem ersten Geburtstag, bisher war er für Mädchen und Jungen ab drei formuliert.

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In Dresden fehlen weiter zahlreiche Kita-Plätze.

Quelle: dpa

Die Linken verwiesen am Montag in Dresden auf eine Modellrechnung des Deutschen Jugendinstitutes in München, nach der in Sachsen dann rund 1250 Erzieherinnen fehlen.

Vor allem die Städte Dresden und Leipzig haben Probleme, genügend Plätze zur Verfügung zu stellen. Laut einer Anfang Mai von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) präsentierten Vorlage will die Landeshauptstadt Dresden 4,65 Millionen Euro investieren, um bis Spätsommer 2013 immerhin 412 zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Stimmt der Stadtrat zu, könne die Landeshauptstadt voraussichtlich den ab August 2013 gültigen Rechtsanspruch auf Kita-Betreuung einlösen.

Von den Krediten, die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) den Kommunen zur Verfügung stellen will, kann Dresden auf Grund des Verschuldungsverbotes nicht profitieren. „Kredite können für die Kommunen keine Lösung sein, um den Bedarf an Krippenplätzen zu lösen“, erklärt Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Zwar sei gut, dass der Bund das Thema jetzt in seiner ganzen Tragweite angeht. Der zentrale Punkt sei aber der Bau von Plätzen bis 2013 und darüber hinaus, um den Rechtsanspruch zu erfüllen.

Aufgrund der unerwartet hohen Geburtenzahlen suchen zahlreiche junge Eltern in Dresden händeringend nach einem Kita-Platz – momentan allerdings in vielen Fällen vergeblich. Auch bei der Zahl der Krippenplätze ist der Bedarf wesentlich größer als das vorhandene Angebot.

Da sachsenweit nach der Prognose bis 2015 bundesweit mehr als 24.000 Erzieherinnen fehlen sollen, sei eine Abwanderung von Personal aus Sachsen nicht auszuschließen. „Die Fachkräfte, die momentan ausgebildet werden, reichen nicht“, sagte die Landtagsabgeordnete Annekatrin Klepsch. Vor allem die Ausbildungskapazität staatlicher Schulen müsse wachsen.

Klepsch zufolge ist bisher unklar, welche Konsequenzen folgen, wenn eine Kommune den Rechtsanspruch auf einen Platz in der Krippe nicht erfüllen kann. In diesem Fall müsste die kommunale Ebene mit Klagen der Eltern rechnen. Ob sie aber dann aber eine private Betreuung zu finanzieren habe, gehöre zu den offenen Fragen. Aber auch in punkto Fachpersonal und Betreuungsrelation sehen die Linken Baustellen. Nach Darstellung von Klepsch liegt das Durchschnittsalter des Personals in den Kita schon heute bei 44 Jahren. Ein erheblicher Teil werde in den kommenden Jahren in Rente gehen.

Im bundesweiten Vergleich liege Sachsen mit seiner Betreuungsrelation im hinteren Bereich. Auf eine Fachkraft kämen hier 6 Krippenkinder, im Kindergarten liege das Verhältnis bei 1:13.

dpa / sl

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