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"Lieblingsplätze für Dresden" geht in die zweite Runde - Behindertenführer aktualisiert

"Lieblingsplätze für Dresden" geht in die zweite Runde - Behindertenführer aktualisiert

"Lieblingsplätze für Dresden" - unter diesem Titel wurden 2014 insgesamt 14 Kleinprojekte gefördert, die sich der Barrierefreiheit verschrieben haben. 245 100 Euro hatte das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt, um punktuell, klein und effektiv Projekte in der Stadt mit maximal 25 000 Euro zu unterstützen.

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2014 geförderte Maßnahmen: grün - Lift; blau - barrierefreies WC; rot - barrierefreier Zugang; gelb - Höranlage; Orange - Sprachansage in zwei Aufzügen; grünschwarz: Lift und Höranlage; gelbschwarz: Zugang und WC.

Quelle: Grafik: Stadt Dresden

"Mit diesem Geld haben wir unheimlich viel bewegt", sagte Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) und stellte im gleichen Atemzug klar, dass es "Lieblingsplätze für Dresden" auch 2015 geben wird.

Erneut stehen 245 100 Euro zur Verfügung. Fördermittelanträge müssen bereits bis zum 12. Januar eingereicht werden. Die Modalitäten sind unter www.dresden.de/barrierefrei-bauen oder per Telefon unter 4 88 36 21 zu erfahren. Die Anträge werden in Abstimmung mit Behindertenverbänden nach Priorität sortiert, im Januar an das Ministerium weitergegeben, wo schließlich entschieden wird. Mit den schriftlichen Bescheiden sei im März 2015 zu rechnen.

Eines der 2014 realisierten Projekte ist in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde am Weißen Hirsch angesiedelt. Im Zuge der Sanierung hat die Kirche ein barrierefreies WC und einen ebensolchen Zugang erhalten. "Der Weiße Hirsch ist, was Fußwege und Straßenverhältnisse angeht, ausgesprochen schwierig", weiß Pastorin Katrin Wunderwald. In ihrer Gemeinde seien einige Mitglieder mit angeborenen oder erworbenen Mobilitätsbehinderungen. "Mit Einschränkungen zurechtzukommen, ist eine Sache. In Räume aufgrund ihrer Bauweise einfach nicht hineinzukommen, eine ganz andere", weiß Wunderland. 2014 erhielt zudem unter anderem das "Elbamare"-Erlebnisbad in Gorbitz einen mobilen Schwimmbadlifter, das Kino in der Fabrik in Löbtau einen Treppenlift und das Putjatinhaus in Kleinzschachwitz eine Induktive Höranlage.

Über die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude in Dresden informiert seit 1995 der Behindertenführer, eine Art Stadtplan. Darin sind für rund 1000 Gebäude barrierefreie Zugänge und WCs, aber auch Behindertenparkplätze oder technische Anlagen für Hörgeschädigte erfasst. In den vergangenen zwei Jahren wurden die Daten von Bürgerarbeitern aktualisiert. "Alle Einrichtungen wurden von den Mitarbeitern aufgesucht und geprüft", erklärt Matthias Pfeil, der sich im Stadtplanungsamt mit dem Behindertenführer beschäftigt. Die Ergebnisse sind auch im Themenstadtplan unter stadtplan.dresden.de abrufbar. Im ersten Quartal 2015 soll es zudem eine gedruckte Broschüre geben. Allerdings fehlen noch Sponsoren.

Gestern gaben die Behindertenbeauftragte der Stadt Sylvia Müller und Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) den Startschuss zur Fortschreibung des Umsetzungsplanes für die UN-Behindertenrechtskonvention. Gemeinsam mit Verbänden und Vereinen zogen sie im Rathaus Bilanz über Erreichtes und diskutierten über das weitere Vorgehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.12.2014

Franziska Schmieder

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