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Lichttest ohne Erfolg: Stadt sucht weiter nach Lösung für Striesener Gaskandelaber

Lichttest ohne Erfolg: Stadt sucht weiter nach Lösung für Striesener Gaskandelaber

Die Stadt sucht Ersatz für die Gasbeleuchtung in den historischen Striesener Laternen. Drei Möglichkeiten haben Reinhard Koettnitz, Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, Rüdiger Kramer, der im Rathaus für die öffentliche Straßenbeleuchtung zuständig ist, sowie mehrere Stadträte und Ortsbeiräte am Montagabend getestet.

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Es geht in die richtige Richtung, ist Reinhard Koettnitz überzeugt. Doch der geeignete Ersatz für die Gastechnik in den alten Leuchten ist noch nicht gefunden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Eine Lösung ist aber noch nicht gefunden, räumte Koettnitz am Dienstag ein. Entweder waren die Lampen zu dunkel für Hauptverkehrsstraßen oder sie haben zu sehr geblendet. Es muss weitergesucht werden. Koettnitz nimmt es gelassen: „Ich sehe nicht, dass wir unter Zugzwang sind, wir werden die technischen Entwicklungen weiter verfolgen.“

Nie zuvor waren die Chancen, den Streit um die Striesener Gaslaternen beilegen zu können, so gut wie am Montagabend. Die Technik habe sich weiterentwickelt, lobte Koettnitz die Innovationskraft der Hersteller. „Vor drei oder vier Jahren hätten wir Lampen, wie sie jetzt an der Bodenbacher Straße zwischen Karcherallee und Zwinglistraße stehen, noch gar nicht einbauen können.

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Auch die Reflexionen an den Scheiben der Kandelaber sahen die Beobachter beim Lampentest kritisch.

Quelle: Dietrich Flechtner

Doch für die Striesener Gaskandelaber ist die aktuelle Technik noch nicht gut genug. Getestet wurden am Montagabend drei Varianten von drei verschiedenen Firmen. Mit und ohne Spiegel, mit Linsen, die das Licht verteilen, und mit mehr oder weniger Leuchtleistung. Das Ergebnis: Eine Ex-Gaslaterne mit acht LED-Elementen, Linsentechnik und Reflektoren leuchtete „warmweißer“ als die anderen zwei Modelle. „Aber sie ist zu dunkel für eine Hauptverkehrsstraße“, so der Amtsleiter weiter. Immerhin: Für eine Nebenstraße wäre diese Technik geeignet.

Ehemalige Gaslaternen mit mehr LED-Leuchtkraft gab es auch, aber sie haben nun wieder geblendet. „Das ist ungünstig für Radfahrer, Fußgänger und die etwas höher als Autofahrer sitzenden Busfahrer“, stellte Koettnitz fest. Durch das blendende Licht könne es sein, dass das Auge andere Dinge am Rand des Blickfelds nicht wahrnehme. Lösen ließe sich das zurzeit nur durch „höhere Lichtpunkte“, so der Amtsleiter. Das bedeutet, die „Lichtpunkthöhe“ der Gaslaternen mit 3,50 Metern sei zu niedrig. „Da sind wir weg von Kandelabern“, deutet Koettnitz an, dass die Gaslaternen dann doch keine Zukunft mehr haben könnten.

Während für die Gaskandelaber nun weiter Ersatz gesucht wird, erneuert die Stadt in diesem Jahr 117 ihrer rund 45.300 Straßenlaternen. Das betrifft unter anderem die Ludwig-Kossuth-Straße in Rähnitz, die Kieler Straße in Klotzsche und die Hans-Sachs-Straße in Pieschen. Eine knappe halbe Million Euro lässt sich die Verwaltung dieses Programm kosten. Auf der Sachs-Straße werden dabei Gaslaternen durch neue Straßenlampen ersetzt.

Christoph Springer

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