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Lichtblick für Hebammen – Sächsische SPD kämpft für schnelle Lösungen in der Haftpflicht-Diskussion

Lichtblick für Hebammen – Sächsische SPD kämpft für schnelle Lösungen in der Haftpflicht-Diskussion

Für die Dresdner Hebammen und ihre übrigen deutschen Berufskolleginnen gibt es in der Angst um das drohende Berufsverbot einen ersten Lichtblick.

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Hebammen-Protestpicknick an der Elbe.

Quelle: Tanja Tröger

In einer Sitzung des Bundestages am 12. März haben die zuständigen Staatssekretärinnen Ingrid Fischbach (CDU) aus dem Bundesgesundheitsministerium und Elke Ferner aus dem Bundesfamilienministerium zugesagt, mit Hochdruck an Lösungen zu arbeiten. Das geht aus einem Brief der sächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Susann Rüthrich an die Dresdner Hebammen der Praxisgemeinschaft Louisenstraße hervor.

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Mit einem Picknick haben Hebammen am Sonntag am Neustädter Elbufer auf sich und ihre berufliche Situation aufmerksam gemacht.

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Auch die Länderkammer fordert kurzfristig eine angemessene Vergütung der Tätigkeit und eine flächendeckende Sicherung die Geburtshilfe-Versorgung. Zudem soll geprüft werden, wie das Haftungsrisiko und damit die Höhe der Haftpflichtsummen auf mehrere Schultern verteilt werden könne und so nicht mehr zur Existenzbedrohung für Hebammen werden. Die SPD-Politikerin forderte für die Hebammen gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung und vor allem eine ausreichende Bezahlung.

„Die Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag als Begleiterinnen beim Start ins Leben, vor, während und nach der Geburt. Die ganz persönliche Betreuung und menschliche Zuwendung durch eine Hebamme ist für die Gesundheit von Mutter und Kind durch nichts zu ersetzen“, so Rüthrich. In mehreren Demonstrationen setzen sich die Hebammen deutschlandweit dafür ein, dass ihr Berufsstand erhalten bleibt und das Schwangere auch künftig frei wählen können, wo und unter welchen Bedingungen ihr Kind zur Welt kommen soll. Neben den Geburtshilfeabteilungen der Krankenhäuser sollen sich Schwangere auch dafür entscheiden können, ihr Kind zu Hause oder im Geburtshaus mit Unterstützung von Hebammen auf die Welt zu bringen.

Derzeit wird der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe des Familienministeriums mit den Hebammenverbänden abgestimmt und soll noch im April 2014 vorgelegt werden. Wie DNN-Online bereits berichtete, müssen die freiberuflichen Hebammen in Deutschland seit Anfang Februar 2014 erneut um ihre Existenz bangen. Der Grund: Die Nürnberger Versicherung hat als letzter Versicherer angekündigt, dass sie zum 1. Juli 2015 aus der Haftpflicht für Hebammen aussteigen wird. Da für alle Hebammen ein Zwang zur Haftpflicht besteht, kommt das einem Berufsverbot gleich.

Julia Vollmer

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