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Leistenkrokodil Max hat entzündeten Fuß - Keine Entwarnung im Dresdner Zoo

Leistenkrokodil Max hat entzündeten Fuß - Keine Entwarnung im Dresdner Zoo

Für Leistenkrokodil Max im Dresdner Zoo gibt es einen Tag nach [link:700-NR_DNN_93367-1]keine Entwarnung. Das knapp 60 Jahre alte Tier könne nun aber gezielter behandelt werden, sagte Zoo-Tierarzt Dimitri Widmer am Mittwoch.

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Leistenkrokodil Max im Zoo Dresden hat die Untersuchung überstanden.

Quelle: Zoo Dresden

Die Ärzte vermuten, dass die Entzündungswerte im Blut von einer Verletzung im rechten Vorderfuß herrühren. Die Entzündung sei schon auf den Knochen übergegangen, was die Symptome des Reptils - Bewegungsarmut und Appetitlosigkeit - erklären könne. Das mit fast fünf Metern Länge imposante Reptil wird nun gezielter mit Antibiotika, Schmerzmitteln und Entzündungshemmer behandelt und darf vorerst nicht ins Wasser. "Wir vermuten, dass Max sich eine Verletzung zugezogen hat, die sich daraufhin durch den relativ rauen Untergrund seines Geheges verschlimmert hat", schätzt Widmer. Das am Dienstag für die Untersuchung gesperrte Professor-Brandes-Haus ist wieder geöffnet.

In der vergangenen Woche war das mehr als 400 Kilogramm schwere Tier, das seit 1958 im Dresdner Zoo lebt und einer der Publikumslieblinge ist, zunehmend lethargisch und schwach geworden, hatte das Futter verweigert und Bewegungsstörungen. Antibiotikum und Schmerzmittel wirkten nicht. Eine erste Blutprobe wies deutlich auf eine stark eingeschränkte Nierenfunktion. Am Dienstag war Max in einer mehrstündigen Aktion in tiefe Narkose gelegt und von fünf Tierärzten genau untersucht worden - mit Röntgen und Ultraschall. 

Eine erste Diagnose sorgte für Erleichterung, da das Krokodil nicht so dramatisch krank ist wie befürchtet. Im Magen konnte kein Fremdkörper gefunden werden. Auch die Organwerte haben sich laut Widmer normalisiert. Die Entzündung allerdings gebe weiter Anlass zur Sorge. „Die Lage ist positiver als vorher, aber noch kein Grund zum Aufatmen.“ Neben Medikamenten bekommt Max nun Fußspülungen, und in den nächsten Tagen folgt erneut ein Versuch der Fütterung - Appetit wäre ein positives Signal der Besserung. Es sei aber auch nicht ungewöhnlich, dass Max im Moment nichts frisst. „Er ist relativ stressanfällig.“  

Zudem könnten die in Asien, Australien und Ozeanien beheimateten Tiere auch ein halbes oder ein Jahr ohne Nahrung auskommen, indem sie den Stoffwechsel verlangsamen. Vertreter der größten lebenden Krokodilart können bis zu 70 Jahre alt werden. Max, der um die befürchtete Einschläferung herumgekommen ist, hat nun Zeit gewonnen. In den nächsten Wochen werde sich zeigen, ob die Therapie auch wirkt, sagte Widmer. „Über den Berg ist er auf keinen Fall.“ Allerdings, so der Zoo, sei "vorsichtiger Optimismus" erlaubt.

dpa/JV

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