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Leipziger Soziologie-Studenten zählen weniger als 7000 Pegida-Teilnehmer in Dresden

Leipziger Soziologie-Studenten zählen weniger als 7000 Pegida-Teilnehmer in Dresden

Die Debatte um die Teilnehmerzahlen bei den Dresdner Pegida-Demos geht weiter. Nachdem Pegida selbst eine eigene Zählung via Münzabgabe nicht öffentlich machen wollten, melden sich nun Leipziger Soziologen zu Wort: Ein Zählteam des Fachschaftsrats Sozio und des Instituts für Soziologie war am Montag vor Ort und kommt zu anderen Zahlen als die Polizei oder Pegida.

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Quelle: DNNOnline

Die Polizei hatte am Abend von 7700 Menschen gesprochen, Pegida selbst von mehr als 15.000.

Die Veranstaltung am Montagabend wurde von den Wissenschaftlern in drei unabhängigen Methoden untersucht. Zum wurden in der sogenannten "Klickermethode" die Reihen der Demo geschätzt und diese mit der einen Zahl der Menschen pro Reihe multipliziert. Dabei seien die Studenten auf 5500 bis 6900 Menschen gekommen.

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An den Protesten dagegen und dem Postplatzkonzert beteiligten sich nur wenige Dresdner.

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In einer zweiten Methode wurde ein hochauflösendes Foto vom Turm der Kreuzkirche gemacht und mit einem Raster überlegt. "Daraufhin werden stichprobenhaft mehrere Quadrate des Rasters ausgezählt und diese Zahl daraufhin mit der Gesamtanzahl von Quadraten multipliziert. Diese Technik lieferte ein Ergebnis von etwa 5886 Demonstrationsteilnehmern", teilte der Studentenrat der Uni Leipzig mit. Das veröffentlichte Foto legt allerdings nahe, dass es zu Beginn der Demo aufgenommen wurde. Erfahrungsgemäß stoßen viele Teilnehmer später noch hinzu.

Zudem wurde in einer dritten Methode der komplette Demo-Zug abgefilmt und anschließend per Hand ausgezählt. Das ergab eine Zahl von 5530 Menschen.Die Soziologen kommen daraufhin zu dem Ergebnis, dass mindestens 5500 und höchstens 7000 Personen teilgenommen haben. Da die Foto- und Videomethode im Vergleich zu der Klickermethode genauer und zuverlässiger sei, könne man davon ausgehen, dass die wahre Teilnehmerzahl sehr wahrscheinlich im Bereich um 6000 liege, so der Fachschaftsrat Soziologie der Uni Leipzig.

"Die Angabe von Intervallen berücksichtigt die beiden Tatsachen, dass die Angabe einer Punktschätzung alleine eine falsche Genauigkeit suggeriert und es aufgrund von kleineren Zu- und Abflüssen während des Demonstrationsgeschehens nicht die eine Zahl geben kann", heißt es weiter.

Die Leipziger Wissenschaftler hatten bereits in der Messstadt eine Debatte über die tatsächliche Teilnehmerzahl ausgelöst. Während die Leipziger Polizei Ende Januar von 15.000 Legida-Demonstranten gesprochen hatte, ergaben damalige Zählungen der Soziologen einen Wert von unter 5000 Teilnehmern.

sl

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