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Leipzig ist Sachsens Zugpferd

Leipzig ist Sachsens Zugpferd

Gute Nachricht für den Freistaat: 2013 sind erneut mehr Menschen nach Sachsen gekommen, als ausgewandert sind - das dritte Mal in Folge. Bis 2010 war der Trend noch genau entgegengesetzt.

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Quelle: lvz

Den mit weitem Abstand größten Zuzug verzeichnet Leipzig, ganz hinten rangiert der Erzgebirgskreis.

Sachsenweit lag das Zuwanderungsplus im vergangenen Jahr bei rund 14 000, das waren 1500 mehr als 2012. "Sachsen ist ein Zuwanderungsland", sagte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) gestern bei der Präsentation der neuen Zahlen in Dresden. Erfreulich daran sei nicht nur die Trendwende seit drei Jahren, sondern vor allem die Tatsache, dass gerade junge Menschen zwischen 15 und 40 zunehmend im Freistaat lebten. Zwar würden weiterhin mehr Sachsen den Freistaat Richtung Westen verlassen, als von dort einwanderten; der Wert aber gehe beständig zurück, liege aktuell bei nur noch 450 (2012: 850).

Höchst unterschiedlich aber sieht es beim Blick auf die einzelnen Regionen aus. So liegt Leipzig mit einem Zuwanderungsplus von fast 11 000 einsam an der Spitze, hat sogar einen größeren Zuwachs als die restlichen Positiv-Kreise zusammen - inklusive Dresden und Chemnitz (siehe Karte). Morlok verwies gestern auf die Anziehungskraft von Großunternehmen, die Fachkräfte neu eingestellt hätten, BMW und Porsche vor allem.

Beachtlich ist darüber hinaus die Tatsache, dass die Lage auch in den Landkreisen sächsische Schweiz/Osterzgebirge und Meißen gut ist. Laut Morlok liegt das nicht zuletzt am Ausstrahlungseffekt der Landeshauptstadt. Schließlich liegt zum Beispiel Radebeul im Speckgürtel von Dresden, gehört aber formal zum Kreis Meißen. Ähnliches gilt laut Morlok auch für Nordsachsen sowie den Landkreis Leipzig. Beide befinden sich zwar weiter im Minus, das aber sei vergleichsweise gering - ein Ausstrahlungseffekt von Leipzig.

Ganz anders sieht es in Ostsachsen sowie im Erzgebirge aus. Bautzen und Görlitz sind schicht zu weit entfernt von der Landeshauptstadt, um profitieren zu können; der Grund für die Negativ-Situation im Südwesten ist die noch zu geringe Ausstrahlungskraft von Chemnitz - obwohl sich auch diese Stadt im grünen Bereich befindet.

Auch aus einem anderen Grund relativiert sich der für ganz Sachsen positive Trend. Sie befinden sich unter den rund 14 000 zusätzlich Eingewanderten viele Studenten, die längst nicht alle im Freistaat bleiben werden - und eben auch Asylbewerber. Gerade Asylbewerber aber verzerren die Statistik. Grund: Das Plus bei Asylbewerbern beträgt im vergangenen Jahr über 5000, was den positiven Wanderungssaldo nach oben treibt.

Für Morlok ist der Positiv-Trend Ausdruck der relativ guten Lage im Bereich Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Die Chefin der Regionaldirektion Sachsen der Arbeitsagentur, Jutta Cordt, verwies auf die geringe Arbeitslosigkeit von aktuell 207 000 sowie die große Zahl der Beschäftigten. Beide allerdings sprachen von erheblichen Engpässen bei Fachkräften. Morlok stellte deshalb gestern eine neue, 330 000 Euro teure Werbekampagne unter dem Titel "Heimat für Fachkräfte" vor.

Der Koalitionspartner CDU kommentierte Morloks Auftritt gestern mit einem kleinen Seitenhieb. "Fachkräfte kommen nur dann, wenn auch die Bezahlung stimmt. Das haben die meisten Unternehmer erkannt", meinte CDU-Mann Alexander Krauß. "Für ein Stück Eierschecke zieht niemand von West nach Ost." Das war ein zarter Hinweis auf Morloks Idee vom sogenannten Pendlerstammtisch an der A 72, wo er auch Eierschecke reichte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.04.2014

Jürgen Kochinke

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