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Lecker Kaffee – miese Masche

Geschäftsführer eines Cafés aus der Neustadt in Dresden vor Gericht Lecker Kaffee – miese Masche

Der 39-jährige Geschäftsführer eines Cafés in der Dresdner Neustadt muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Denn er soll einen Teil der Einnahmen für sich behalten haben – von Dezember 2013 bis März 2015 insgesamt 65000 Euro. Bei der Verhandlung glänzte der Beschuldigte durch Abwesenheit. Die Folge: ein Sitzungshaftbefehl.

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Quelle: dpa

Dresden. Kai L. versteht unbestritten etwas von Kaffee, da überlässt er nichts dem Zufall, bei finanziellen Dingen war er wohl weniger akkurat. Wegen Untreue in 94 Fällen sollte er sich nun vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten, allerdings erschien er nicht.

Der 39-Jährige war seit 2013 Geschäftsführer eines Cafés in der Dresdner Neustadt. Der Laden lief und läuft richtig gut. Kaffee ist dort nicht nur ein „Schälchen Heeßer“, sondern Philosophie. Kaffeetrinken wird dort regelrecht zelebriert. Es gib leckeren Kuchen, Sandwichs und wechselnde Ausstellungen – also Kaffee, Kultur und Kunst. Ein Konzept, das funktioniert – nur klingelten die Kassen, als Kai L. dort wirkte, nicht so wie sie sollten.

Als Geschäftsführer war er auch für die Erfassung und Abrechnung der Einnahmen zuständig und für deren Einzahlung auf der Bank. Da war der Mann offenbar sehr nachlässig. Die Abrechnungen stimmten zwar, nur zahlte er die Einnahmen nicht korrekt bei der Bank ein. Einen Teil davon soll er für sich behalten haben – von Dezember 2013 bis März 2015 insgesamt rund 65 000 Euro. Eine stolze Summe, dafür muss man viel Kaffee verkaufen.

Inzwischen hat der 39-Jährige zwar einen Teil des Schadens zurückgezahlt, es bleiben aber immer noch fast 27 000 Euro Miese. Aufgeflogen war die Sache, weil das Café zwar „brummte“, aber trotzdem immer erhebliche Summen nachgeschoben werden mussten, um es über Wasser zu halten. Warum Kai L. in die Kasse gegriffen hatte, konnte bei der Verhandlung im Amtsgericht nicht geklärt werden, denn der Mann glänzte ja durch Abwesenheit.

Polizisten, die zwecks Vorführung, zu seiner Wohnung geschickt wurden, trafen ihn nicht an. Der Briefkasten sei übervoll und auch die Nachbarn wüssten nichts, berichteten sie. Richter Frank Ponsold stellte den Prozess vorläufig ein und erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Sitzungshaftbefehl. Wird Kai L. aufgegriffen, muss er in Haft auf seine Verhandlung warten.

Von Monika Löffler

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