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Laura Wedell bietet in der Kunsthandwerkerpassage nostalgische Maßschneiderei an

Laura Wedell bietet in der Kunsthandwerkerpassage nostalgische Maßschneiderei an

In der Kunsthandwerkerpassage an der Hauptstraße 15 ist seit einem Jahr ein kleiner Laden ansässig, der so ganz anders ist als alle anderen Geschäfte. Der "Goldene Schnitt" wirkt im ersten Moment wie ein gemütliches Wohnzimmer aus vergangenen Zeiten.

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Selbst die Schneiderei von Laura Wedell erinnert mit ihrer Einrichtung an eine längst vergangene Zeit.

Quelle: Dietrich Flechtner

Nichts ist modern, die Tapete sieht aus wie von Oma und auch die Lampen, der Tisch und die Stühle scheinen einer anderen Zeitepoche entsprungen zu sein. Nur eine alte Nähmaschine lässt vermuten, dass hier gearbeitet wird - und genau so ist es auch.

Die 24-jährige Laura Wedell ist staatlich geprüfte Modedesignerin. Doch wie bereits ihre Einrichtung verrät, entwirft sie keine moderne Kleidung. Was sie im "Goldenen Schnitt" anbietet ist nostalgische Maßschneiderei. "Ich habe mich auf die Zeit zwischen 1920 und 1950 spezialisiert", erzählt die zugezogene Dresdnerin. Aber was ist so faszinierend an dieser Zeit? "Entstanden ist diese Leidenschaft, als ich die Rockabilly-Szene kennen lernte, eine Mischung aus den 1950ern und Rock. Ich beschäftigte mich intensiv mit dieser Zeit und stellte fest, dass die Mode damals einfach femininer und eleganter war", erklärt Wedell. Heute dagegen sei die Mode sehr sportlich, praktisch und leger. "Früher hat man sich bewusst schick gemacht. Das find ich einfach schöner", fügt die 24-Jährige hinzu.

Diese Meinung teilten offenbar im vergangenen Sommer auch bekannte Designer. Der Kleidungsstil der Goldenen Zwanziger, Blumenmuster und Spitze waren unter den zehn angesagtesten Modetrends. Dies zeigte sich unter anderem bei den Modenschauen von Dolce & Gabbana und Christian Dior. "Ich persönlich verwende aber beispielsweise immer Spitze. Nicht nur diesen Sommer. Damit kann man einfach so viel machen, egal ob es nun ein edles Abendkleid ist oder ob man eine Spitzenbluse zur Jeans trägt. Sie passt überall", erklärt die Designerin.

Mit ihrem Konzept scheint Wedell auf jeden Fall ins Schwarze getroffen zu haben, denn schon viele Kunden besuchten sie seit der Eröffnung. Dabei legt sie immer Wert auf einen intensiven Kundenaustausch. "Einige kommen zu mir und haben schon ein festes Bild von dem Kleid, das sie haben wollen. Anderen wiederum helfe ich noch ein wenig bei der Schnitt- und Farbgestaltung", erklärt die gebürtige Hoyerswerdaerin. So entstehen vor allem Einzelstücke. Preislich bezahlen ihre Kundinnen für eine Bluse ungefähr 100 Euro, ein Kleid dagegen kann schon mal bis zu 600 Euro oder mehr kosten. Ein weiteres Angebot von Laura Wedell: auch Schmuck gestaltet sie selbst. "Ich sehe manchmal, wenn ich unterwegs bin, wunderschöne Perlen. Die kaufe ich dann und setzte sie mit weiteren Elementen zu Ohrringen zusammen. Auch das sind meistens Einzelstücke", erzählt die Designerin.

Ihre einzigartigen Kleider präsentierte die 24-Jährige unter anderem auch auf der Dresdner Herbstmesse im Bereich der Handwerkskammer. Diese bot Wedell sogar an, nach Paris zur französischen Kunsthandwerksmesse zu fahren, um auch dort auszustellen. "Gerade Paris passt natürlich wunderbar zu meiner Mode. Ich bin sehr gespannt", berichtet die junge Frau. Drei Tage lang, vom 16. bis 18. November, wird sie in der französischen Hauptstadt unterwegs sein.

www.goldener-schnitt-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2012

N. Steinmann

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